Mylo Xyloto

Nichts für schwache Nerven. Coldplay sind noch immer da. Und der Fan freut sich.

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Das neue Album von Coldplay also. Was wird man sich als bekennender Fan wieder in den nächsten Monaten alles anhören können. Ja, eh, aber Coldplay machen was Coldplay einfach am besten machen: Pop und die Welt verbessern. Die Zeit von „Parachutes“ ist schon längst vorbei, seit 11 Jahren um genau zu sein, ein neues „Yellow“ wird man also auch auf „Mylo Xyloto“ wieder vergeblich suchen. Über-Produzent Brian Eno sorgt nämlich auch diesmal dafür, dass die Gitarre im Schrank bleibt und höchsten als Nebenprodukt und bei ein paar Balladen in der überbreiten Soundwall mitklingen darf. Das mag zuerst abschreckend sein, durchaus berechtigt. Denn der Grat zwischen unerträglich – „Paradise“, unglaublich schleppend langsames Gedüdel mit viel Oh und Ahs – und Geniestreich – „Charlie Brown“, das „Clocks“ des Jahres 2011 – ist ein ganz schön schmaler.

Aber das kann noch lange nicht alles umbringen, was Coldplay einmal so großartig, auch für Hörer abseits des Mainstream Radios, gemacht hat. Denn oft genug blitzt der Coldplay Geniestreich hervor, sei es nur diese eine kleine Melodie, diese Hookline, diese eine Textzeile. Und dann weiß man auch wieder warum man es aushält, das hämische Lachen der Anderen. Denn ja, ich bin Fan.

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