Lorenz Tröbingers Kurzfilm »Die Noonautinnen« begibt sich auf die Suche nach dem tiefsten Punkt des Unterbewusstseins. Inspiration schöpft der Regisseur auch aus seinen eigenen Kindheitserinnerungen. Der Kurzfilm feierte 2025 seine Weltpremiere beim Crossing Europe Festival in Linz, nun ist er in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview erzählt uns der Filmemacher, wie die traumartigen, gezeichneten Sequenzen in seinem Film entstanden sind und welche Bedeutungen sie bergen.
Kategorie: Film & Serie
Screen Lights: Die Lohn-Obsession – »Obsession« von Curry Barker
Christoph Prenner bewegen bewegte Bilder. Diesmal beschäftigt ihn der missglückte Wunsch eines verantwortungslosen Egoisten in »Obsession« – und wie der Film seinen Protagonisten mit einem diabolischen Grinsen demaskiert.
»Man kann Zeit eigentlich nicht definieren« – Konrad Wakolbinger im Interview zu »Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit«
Wie Zeit unser Leben und vor allem unsere Arbeitswelt bestimmt, ist Thema der neuen Dokumentation von Konrad Wakolbinger. Ein Gespräch über eine limitierte Ressource.
»Haneke würde vielleicht sagen, dass ich eine Vollidiotin bin« – Filmemacherin Vivian Bausch im Porträt
Die aus Linz stammende Regisseurin und Drehbuchautorin Vivian Bausch arbeitet gerade am Otto-Wagner-Areal an ihrem ersten Langfilm »Soldat«. Im Gespräch erzählt sie von ungewöhnlichen Regiemethoden und der Fahrt auf der Gefühlsachterbahn zwischen Scham, Vertrauen und Ausdauer.
»Wie weit gehe ich, um zu überleben?« – Reza Rasouli im Interview zu »Night of Passage«
Reza Rasouli möchte keine »Geflüchteten« zeigen, »sondern Menschen mit Humor, Angst, Müdigkeit, Stolz und Widersprüchen«. In »Night of Passage« stellt er seine Protagonist*innen vor schwierige moralische Entscheidungen, die auch das Publikum nicht kalt lassen. 2025 gewann er damit bei der Diagonale den Preis für den besten Kurzfilm und den Publikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Nun ist der Film in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview erzählt Reza Rasouli, was ihn zu der Geschichte inspirierte und wie er die Dreharbeiten meisterte.
Selbstverteidigungstraining als Selbstermächtigung – Isa Schieche im Interview zu »Dirty Care«
In »Dirty Care« erzählt Regisseurin Isa Schieche von »Schmutziger Sorgearbeit«, die FLINTA*-Personen leisten. Verbildlicht wird das durch Selbstverteidigungstraining an öffentlichen Orten – das letztlich auch eine Möglichkeit von Selbstermächtigung bietet. Der essayistische Kurzfilm wurde 2025 bei der Diagonale und bei Crossing Europe gezeigt, nun ist er in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview gibt uns die Filmemacherin einen Einblick in die Entstehungsgeschichte ihres herausragenden Kurzfilms.
Was geht ab im Weinviertel? – Das Viertelfestival antwortet mit 53 Kulturprojekten
In Form gleichermaßen unterschiedlicher wie zahlreicher Projekte zeigt das Viertelfestival heuer, was im Weinviertel kulturell los ist – und was fehlt. Als Impuls für die Zukunft.
»Ich sehe ein großes Defizit in der Vermittlung von Politik« – Regisseur Harald Friedl im Interview zu »Wahlkampf«
Mehrere Jahre lang begleitete Harald Friedl den SPÖ-Politiker Andreas Babler und sein Team mit der Kamera und hielt im Zuge dessen den Prozess eines Wahlkampfs fest. Dabei habe sich für ihn durchaus Überraschendes gezeigt, so der Filmemacher.
»Perla« mit 13 Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis
Die Nominierungen für den Österreichischen Filmpreis 2026 wurden heute bekanntgegeben. »Perla« führt die Liste mit 13 Nennungen an. Dahinter: »Vier minus drei« und »Welcome Home Baby« mit je acht sowie »Mother’s Baby« mit sechs Nominierungen.
Screen Lights: Der hungrige Geist
Christoph Prenner bewegen bewegte Bilder. Diesmal beschäftigt ihn das Wiedersehen von Michelle Pfeiffer in »Margo’s Got Money Troubles«.
»Zu zweit ist man einfach weniger allein« – Alex Reinberg und Leni Gruber im Interview zu »Preiswerte Lösungen für ein besseres Leben«
In »Preiswerte Lösungen für ein besseres Leben« erzählt das Regieduo Alex Reinberg und Leni Gruber die Geschichte einer Frau, die aus Scheu vor Verantwortung in ein anderes Leben flüchtet. Der Kurzfilm war 2025 bei der Diagonale zu sehen und hat dort den Thomas-Pluch-Drehbuchpreis gewonnen, nun ist er in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview geben uns die Filmemacher*innen einen Einblick in ihre Zusammenarbeit und erzählen von ihrem neuen Projekt mit sprechenden Schafen.
Findet das Ei! – Peter Hengls Horrorfilm »Family Dinner« gratis streamen bei der Oster-Freifilmaktion von Kino VOD Club und The Gap
Wer noch Eins-a-Filmware für die feiertägliche Streaming-Eskalation braucht, ist hier genau richtig. Zu sehen gibt’s feinsten Austrohorror mit Pia Hierzegger.
Sterilisation von Menschen mit Behinderung – Eine Doku zeigt den Kampf um reproduktive Selbstbestimmung
Der Film »Hauptsache, du kriegst kein Kind« zeigt auf, von wie vielen Missständen Menschen mit Behinderung bei den Themen Sterilisation, Verhütung und Aufklärung betroffen sind.
Nur das Beste vom Filmfeste – Weitere Filmempfehlungen für die Diagonale 2026
Eine sterbende Kuh, der Mythos um Dracula, Elternschaft und transkulturelle Brieffreund*innenschaften: Die Diagonale hat auch 2026 wieder thematisch vielfältige Spiel- und Dokumentarfilme sowie Experimentelles zu bieten. Hier einige Highlights.
Analogfilm, DIY-Beleuchtung, und Tankstellenästhetik – Junge Filmschaffende bei der Diagonale 2026
Die Diagonale ist nicht nur Treff für die altgediente Filmbranche, sondern auch Bühne für Menschen, die gerade dabei sind, in dieser Fuß zu fassen. The Gap präsentiert acht junge Filmschaffende, die am Festival mit Arbeiten vertreten sind.
Symptome des Systems – Vier Filme über Krankheit und ihre Auswirkungen
Krankheit im Film ist meist mehr als eine reine Opferdarstellung. Sie kann erzählerisches Mittel sein, um gesellschaftliche Missstände oder Familiendynamiken aufzuzeigen. »Baba, What’s Your Plan?«, »Die noch unbekannten Tage«, »Teresas Körper« und »Mein halber Vater« verknüpfen individuelle Erfahrungen mit sozialen Zusammenhängen.
Altes Handwerk, unaufgearbeitete Geschichte – Samira Fux’ Doku »Pilije«
In »Pilije« kehrt Filmemacherin Samira Fux in ihre Heimat Kärnten/Koroška zurück und wirft einen Blick auf das traditionelle Handwerk der Waffenschmiede in Ferlach/Borovlje.
Freiheit in der Hose – Crossdressing im Film in den 1930ern und heute
Markus Schleinzer zeigt die Geschichte einer Frau, die sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln selbst hilft, frei zu leben. Er tut dies mit viel Empathie und Gespür. »Rose« steht dabei in einer langen Tradition von Crossdressing im Film.
Vorwärts in die Vergangenheit – Diagonale-Trailer von Michael Gülzow
Der Medienkünstler und Filmemacher Michael Gülzow bewegt sich an der Grenze von Fiktion und Realität, Zukunft und Vergangenheit. Für die diesjährige Ausgabe der Diagonale hat er nicht nur einen, sondern gleich drei Trailer produziert.
Das System umgehen – »AMS – Arbeit muss sein« von Sebastian Brauneis
Der neue Studio-Brauneis-Film rückt eine Institution ins Zentrum, in der fundamentale gesellschaftliche Fragen alltäglich werden. In »AMS – Arbeit muss sein« geht es um Lohnarbeit, Würde und die Möglichkeiten, sich innerhalb eines Systems zu bewegen, das viele nur als undurchdringlich kennen.