Seit jeher sind Menschen vom Vampirismus fasziniert. In ihrem neuen Film »Die Blutgräfin« verbindet Ulrike Ottinger die Legende um die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory mit feministischer Kritik und Camp-Ästhetik. Eine groteske, moderne Interpretation des Vampirmythos, die Aspekte wie Queerness und weibliche Macht thematisiert.
Kategorie: Film & Serie
Eintauchen ins Lapuch-Multiverse – David Lapuch, Regisseur von »Nachts in der Provinz«, im Interview
Mit »Nachts in der Provinz« bringt David Lapuch zwei seiner Kurzfilme gebündelt und im Eigenverleih ins Kino. Der Regisseur über das Zusammenführen zweier für sich stehender Filme und seine selbstorganisierte Kinotour.
»Filme, die sich gegenseitig zurufen« – Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi im Interview
Jeden Herbst bringt die Viennale das internationale Kinojahr nach Wien. Direktorin Eva Sangiorgi erzählt im Gespräch von filmischen Echos, kuratorischen Kriterien und der Verantwortung für Institutionen.
Screen Lights: Sammelsurium, südkoreanisch – »Hope« von Na Hong-jin
Christoph Prenner bewegen bewegte Bilder. Diesmal beschäftigt ihn Na Hong-jins fulminanter neuer Film »Hope«, ein schwindelerregendes Sammelsurium aus Action, Science-Fiction und Kleinstadtkomödie, aus brachialem Tempo, derben Witzen und tiefen Gedanken.
»Es braucht die Selbstironie« – Leni Gruber und Alex Reinberg über Hollywood, Schafe und Paralleluniversen
Die Filmemacher*innen Leni Gruber und Alex Reinberg arbeiten als Duo. Ihre gemeinsamen Projekte wie die neue Miniserie »Sheep« bauen sie souverän auf den schmalen Grat zwischen existentiellem Drama und makabrer Komödie.
Was macht einen Song syncable? – Musik für Filme, Games und Werbung
Die eigene Musik für den Einsatz in diversen Medien zu lizenzieren, kann durchaus lukrativ sein. Aber wie funktioniert der Prozess der Synchronisation in der Praxis und was muss ein Lied mitbringen, um darin zu funktionieren?
»Liebeserklärung und Waffe zugleich« – Helen Esther Aschauer im Interview zu »TMWYH«
In »TMWYH« zeigt Helen Esther Aschauer den Horror einer eigentlich alltäglichen Handlung: des nächtlichen Heimwegs einer Frau. Mit filmischen Mitteln aus dem Horrorgenre wird die Angst evoziert, die Frauen so oft verspüren. Der Kurzfilm feierte in São Paulo seine Lateinamerika-Premiere, lief gerade bei Queer Lisboa und wird im Oktober in Spanien beim Festival Seminci in Valladolid zu sehen sein. Davor ist er aber schon in der Cinema Next Series kostenfrei als Stream verfügbar. Im Interview erzählt uns die Regisseurin vom titelgebenden Schlüsselsatz des Films, der eine »Mischung aus Zuneigung und stillem Anerkennen der Gefahr« darstellt.
»Heimat ist ein Gefühl« – Jola Wieczorek im Interview zu »Die noch unbekannten Tage«
Jola Wieczorek macht in ihrer neuen Dokumentation die Migrationserfahrung ihrer Familie sowie die Demenzerkrankung ihrer Mutter sichtbar. Darüber hinaus ist es ein Film über die gemeinsamen Erfahrungen von Migrant*innen, über ein Leben zwischen mehreren Ländern und über Elternschaft.
Vom Druck, perfekt sein zu müssen – Marie Kreutzer im Porträt
Die Regisseurin Marie Kreutzer erzählt gerne von Frauen, die mit Erwartungen und gesellschaftlichen Rollen zu kämpfen haben. Einen ähnlichen Kampf musste sie unlängst beim Teichtmeister-Skandal rund um »Corsage« durchstehen. Ihr jüngster Film »Gentle Monster« ist keine direkte Antwort darauf, sondern vielmehr eine weiterführende Analyse der gesellschaftlichen Reaktion.
Die Neunziger, Blutdurst und Ferien im Kino – Erste Programmhighlights der Viennale 2026
Zückt die Kalender! Von 22. Oktober bis 3. November findet die 64. Viennale statt. Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierte Festivaldirektorin Eva Sangiorgi heute die ersten Programmpunkte der diesjährigen Ausgabe.
»NOGA« – Israels provokanteste Musiksensation! Ab 21. August im Kino.
Die israelische Musikerin Noga Erez ist auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, aber vor allem verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Hitzefreies Filmvergnügen: Sommerfreifilm 2026 – Votet für euren Roadmovie-Favoriten!
Welchen Film möchtet ihr diesen Sommer kostenlos im Kino VOD Club streamen? Zur Auswahl stehen: »Indien«, »Callas, Darling« und »Å Øve«.
»Ich bin derjenige, der zuhört« – Regisseur Tolga Karaaslan im Porträt
Die Filme von Tolga Karaaslan zeigen Perspektiven, die im Mainstreamkino nicht selbstverständlich sind. Mit »Baba, What’s Your Plan?« liefert er eine Dokumentation, die Migrationsnarrative und die chronische Erkrankung seines Vaters miteinander verwebt.
Die Lücke als Teil der Erzählung – Hanna Kortus im Interview zu »Trul|la«
Die Bildsprache des Films »Trul|la« entstand aus der Frage, wie man eine Person filmisch sichtbar machen kann, von der kaum visuelles Material existiert. Hanna Kortus erzählt mit gekonnter Animation die Geschichte ihrer Urgroßtante Gertrud, die unerwartet die Leitung eines Betonwerks übernehmen musste, aber auf Archivaufnahmen kaum zu sehen ist. Der Kurzfilm wurde 2025 bei der Diagonale gezeigt, nun ist er in der Cinema Next Series kostenfrei als Stream verfügbar. Im Interview verrät die Regisseurin, wie sie diese persönliche und bewegende Geschichte »zwischen Realität und Erinnerung« filmisch umgesetzt hat.
Screen Lights: Einladung zur Einlassung – »The Invite« von Olivia Wilde
Christoph Prenner bewegen bewegte Bilder. Diesmal beschäftigt ihn Olivia Wildes neueste Regiearbeit »The Invite«, eine willkommene Rückkehr der bissigen Erwachsenenkomödie.
»Im Sog der Bilder« – Lorenz Tröbinger im Interview zu »Die Noonautinnen«
Lorenz Tröbingers Kurzfilm »Die Noonautinnen« begibt sich auf die Suche nach dem tiefsten Punkt des Unterbewusstseins. Inspiration schöpft der Regisseur auch aus seinen eigenen Kindheitserinnerungen. Der Kurzfilm feierte 2025 seine Weltpremiere beim Crossing Europe Festival in Linz, nun ist er in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview erzählt uns der Filmemacher, wie die traumartigen, gezeichneten Sequenzen in seinem Film entstanden sind und welche Bedeutungen sie bergen.
Screen Lights: Die Lohn-Obsession – »Obsession« von Curry Barker
Christoph Prenner bewegen bewegte Bilder. Diesmal beschäftigt ihn der missglückte Wunsch eines verantwortungslosen Egoisten in »Obsession« – und wie der Film seinen Protagonisten mit einem diabolischen Grinsen demaskiert.
»Man kann Zeit eigentlich nicht definieren« – Konrad Wakolbinger im Interview zu »Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit«
Wie Zeit unser Leben und vor allem unsere Arbeitswelt bestimmt, ist Thema der neuen Dokumentation von Konrad Wakolbinger. Ein Gespräch über eine limitierte Ressource.
»Haneke würde vielleicht sagen, dass ich eine Vollidiotin bin« – Filmemacherin Vivian Bausch im Porträt
Die aus Linz stammende Regisseurin und Drehbuchautorin Vivian Bausch arbeitet gerade am Otto-Wagner-Areal an ihrem ersten Langfilm »Soldat«. Im Gespräch erzählt sie von ungewöhnlichen Regiemethoden und der Fahrt auf der Gefühlsachterbahn zwischen Scham, Vertrauen und Ausdauer.
»Wie weit gehe ich, um zu überleben?« – Reza Rasouli im Interview zu »Night of Passage«
Reza Rasouli möchte keine »Geflüchteten« zeigen, »sondern Menschen mit Humor, Angst, Müdigkeit, Stolz und Widersprüchen«. In »Night of Passage« stellt er seine Protagonist*innen vor schwierige moralische Entscheidungen, die auch das Publikum nicht kalt lassen. 2025 gewann er damit bei der Diagonale den Preis für den besten Kurzfilm und den Publikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Nun ist der Film in der Cinema Next Series kostenfrei zu streamen. Im Interview erzählt Reza Rasouli, was ihn zu der Geschichte inspirierte und wie er die Dreharbeiten meisterte.