Miriam V. Lesch, Kuratorin für zeitgenössischen Zirkus beim Kultursommer Wien, über den Stellenwert ihrer Kunstform, Fluidität als Stärke und ihr Hauptanliegen bei der Programmgestaltung.
Kategorie: Theater & Tanz
Kultur so nah – Gratis-Open-Air-Festival von 2. Juli bis 16. August
Der Kultursommer Wien bringt Kultur bei freiem Eintritt in die Grätzl der Stadt und sorgt für abwechslungsreiche Sommerunterhaltung.
Pusten gegen das Patriarchat – »Iphigenies Rache« im Dschungel Wien
Ein starkes Solo voller Überraschungen, das dem Patriarchat den Wind aus den Segeln nimmt – mit viel Witz und unvergesslichen Musikeinlagen.
Who Owns Your Data? – »Digital Shadows« im Dschungel Wien
Bedrohlich überzeichnete Kapitalisten zerren an digitalen Körpern: Die Produktion »Digital Shadows« übt Kritik an machtvollen Systemen der Ausbeutung.
»Das beste Stück aller Zeiten« von Milo Rau als Start in die Wiener Festwochen
Zu Beginn der 75. Wiener Festwochen spielte Intendant Milo Rau mit den Erinnerungen und Erwartungen des Publikums. Bei »Das beste Stück aller Zeiten« wollte der Funke der Nostalgie aber nicht so recht überspringen.
Herkunftshader in der ländlichen Antiidylle – Mika Tacke im Gespräch zu »Fretten« am Kosmos Theater in Wien
Helena Adlers »Fretten« ist von großen Sprachbildern geprägt und mit enormer Wucht geschrieben. Nun wird der Roman für die Bühne adaptiert – in Laut- und Gebärdensprache. Dramaturgin Mika Tacke vom Wiener Künstlerinnenkollektiv Makemake Produktionen spricht im Interview über ländliche Herkunft, der man nicht entkommen kann, und darüber, wie sich Adlers bildhafte Sprache fürs Theater übersetzen lässt.
Was geht ab im Weinviertel? – Das Viertelfestival antwortet mit 53 Kulturprojekten
In Form gleichermaßen unterschiedlicher wie zahlreicher Projekte zeigt das Viertelfestival heuer, was im Weinviertel kulturell los ist – und was fehlt. Als Impuls für die Zukunft.
7 Highlights im »Heiligen Frühling« der Wiener Festwochen
Die Wiener Festwochen erklären sich im Jubiläumsjahr zur »Republic of Gods«. Welche alten Mythen sprechen noch zu uns? Sind Allah, Jahwe, Thor und Co überhaupt noch relevant? Welche neuen Gött*innen müssen wir gemeinsam erfinden? Eine mythische Feier der Gotteskritik und Gottessehnsucht im »Heiligen Frühling«. Die folgenden Programmpunkte solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen!
»Alle sind immer so komisch bei dem Thema« – »Zunder« im Dschungel Wien
Mit viel Humor und Mitgefühl thematisiert »Zunder« die Sprachlosigkeit im Umgang mit Pornografie und dem Entdecken der eigenen Sexualität im Internet.
Ein Wartehäuschen zum Bleiben – »Kri« im Dschungel Wien
Die Gerüchteküche im fiktiven Dörfchen Hintertupfing brodelt: Wer ist dieser junge Mensch, der in die aufgelassene Bushaltestelle eingezogen ist und es sich im alten Wartehäuschen gemütlich macht? Irgendwo im Nirgendwo, am Rande einer kaum noch befahrenen Landstraße, spielt das Stück »Kri« – ein berührender Abend über Zugehörigkeit und die Kunst des Alleinseins.
»Theater als Raum der Teilhabe an brisanten Fragen« – Anna Luca Krassnigg vom Wortwiege Festival im Interview
Seit 2004 eröffnet die Wortwiege, gegründet und künstlerisch geleitet von Anna Luca Krassnigg, zugleich Theater- wie Denkräume. So bietet das Festival seinem Publikum ein Spektrum von ungewöhnlichen, inhaltsstarken Theaterformen.
»Ein liebevolles Auge auf den Irrsinn der anderen« – Nehle Dick im Gespräch zu »Radio Goo Goo«
In »Radio Goo Goo« steht der Untergang der Menschheit fest – mit Datum und Uhrzeit –, aber niemand gerät in Panik. Im Interview erzählt Regisseurin Nehle Dick, was sie an dieser unaufgeregten Endzeiterzählung so gereizt hat, welche neuen Bedeutungen Fürsorge und Gemeinschaft in der verbleibenden Zeit bekommen und wie Radio zum wichtigsten verbindenden Medium wird.
Aufgestiegen, aber nie angekommen – »Klassenputtel« im Burgtheater Vestibül
»Klassenputtel« stellt die Frage, was es eigentlich braucht, um zur Hochkultur dazuzugehören. Adidas-Hosen sind mittlerweile ein Fashionstatement und doch kommt es immer darauf an, wer sie trägt. Wie ist Klassenwandel möglich, wenn ein schönes Ballkleid allein nicht ausreicht?
Von Strumpfhosen und Katharsis – Marta Navaridas im Interview zu »Once Upon a Time in the Flames: Our Firebird Ballet«
Regisseurin und Choreografin Marta Navaridas erzählt über ihre Punk-Reimagination von Igor Strawinskys »Der Feuervogel«, die ab Freitag im Brut Nordwest zu sehen ist.
Ein Tanz für radikale Selbstbestimmung – »Hijab offline« im Dschungel Wien
»Hijab offline« übt auf differenzierte Weise Kritik an Patriarchat sowie Islamophobie. Die Inszenierung führt das Publikum in den Iran, nach Österreich sowie in digitale Räume, um die (Re-)Produktion von Unterdrückung sichtbar werden zu lassen.
Johannas Jahresendlisten 2025
Alle Jahre wieder blickt unsere Redaktion auf die popkulturellen Highlights der letzten zwölf Monate zurück. Mit streng subjektivem Blick. Was Johanna Hellmich aus 2025 besonders in Erinnerung bleiben wird, könnt ihr hier nachlesen.
Märchenwelt meets Italopop – »Pinocchio« am Dschungel Wien
Ein echtes Kind zu sein: davon träumt die Holzpuppe Pinocchio. Aber was braucht es dazu? Und muss man als Kind immer die Wahrheit sagen oder darf man auch mal, naja, lügen? Die neue Adaption des Kinderbuchklassikers von Carlo Collodi am Dschungel Wien ist ein witziger wie berührender Ausflug in Pinocchios Welt – für jede Nase!
Roadtrip mit Abzweigungen – »Hell, Girl!« am Dschungel Wien
Der Theaterabend »Hell, Girl!« ist eine Reise ins Ungewisse: Beim Roadtrip einer Freund*innengruppe sitzt das Publikum am Steuer und entscheidet über den Spielverlauf. Wohin geht’s heute Abend?
Einsicht auf dem Präsentierteller – »Die Nacht weiß nicht vom Tage« bei Wien Modern
Die Frage nach dem großen »Warum?«: Ein Thema, das man gerne umgeht. Bis es einem direkt vor die Füße geworfen wird.
»Ein Theaterabend funktioniert nur im Team« – Hinter den Kulissen dreier österreichischer Bühnen
Im Theater passiert so einiges im Schatten des Offensichtlichen. Abseits der Strahlkraft von Bühne, Ensemble und Aufführung gibt es eine Reihe von Geschichten über jene Abteilungen zu erzählen, die nicht im Rampenlicht stehen. Und diese machen deutlich, wie sehr für einen gelungenen Theaterabend alle Hand in Hand arbeiten müssen.