Mit »Before/After« liefert Sofie Royer ein Album ab, das so musikalisch eingängig wie inhaltlich abgeklärt ist. Und sie imponiert gerade durch diese unaufgeregte Nonchalance.
Label: Rezi
Der Sound der Verunsicherung durch kaputte Speaker gejagt – »Smogstar« von Culk
Culk fangen auf ihrem vierten Album das Lebensgefühl der Großstadt ein: Zwischen Verloren- und Verliebtsein, dem Wunsch, sich neu zu erfinden, und der Erkenntnis, sich noch gar nicht gefunden zu haben. Dabei klingt die Wiener Band so laut und hymnisch wie noch nie.
Autonome Wut – My Ugly Clementine und ihr neues Album »Apply Autonomy«
Auf ihrem dritten Album »Apply Autonomy« nehmen sich My Ugly Clementine der Frage nach Autonomie an und landen mit der Antwort irgendwo zwischen Abhängigkeit und Hyper-Independence.
Einzelhaft – »Neubau Alone« von Der Nino aus Wien
Ein Album für Nino-Purist*innen: der Meister diesmal nur mit der Akustischen auf wackeliger Handyaufnahme.
Die menschengemachte Transformation urbaner Lebensräume – »Telematic« von Koberidze / Winterauer
Zwei auf Field-Recordings basierende Stücke von Giorgi Koberidze beziehungsweise Ursula Winterauer erzählen von transformativen Kräften und von dem, was diese auslösen.
Catwalk der Gefühle – Das erste Wild & Schön Festival im Dschungel Wien
Das Wild & Schön Festival feierte dieses Jahr seine Premiere. Junge Musiktheater- und Tanzensembles aus ganz Österreich sowie aus Berlin präsentierten dabei ihre vielfältigen Zugänge Ende Juni im Nest, der jungen Bühne der Staatsoper, und im Dschungel Wien.
Late-Night-Thoughts und Indie-Melancholie – »Surface Level Love« von Yan Nay
Es ist mitten in der Nacht, die Gedanken kreisen – und Yan Nay macht daraus Musik. Auf seinem Debütalbum »Surface Level Love« trifft melancholischer Indiesound auf ehrliche Texte zu Themen, die durchaus den Schlaf rauben können. Roh, verletzlich und gleichzeitig irgendwie tröstlich.
Unkonventionell im Konventionellen – »Wofür es sich zu leben lohnt« von Esther Graf
Das zweite Album von Esther Graf schreibt die Geschichte des Popstars aus Spittal an der Drau weiter.
Verführung und Konfrontation – »The Label« von Farce
Auf ihrem neuen Album »The Label« zeigt Farce zwischen warmen Gitarren, Clubsounds und hämmernden Beats unnachahmliche Intimität.
Pusten gegen das Patriarchat – »Iphigenies Rache« im Dschungel Wien
Ein starkes Solo voller Überraschungen, das dem Patriarchat den Wind aus den Segeln nimmt – mit viel Witz und unvergesslichen Musikeinlagen.
Mehr als nur Pleasure – »Pleasurecruise« von Lil Julez
Vertraut und gleichzeitig frisch klingender Indiepop/-rock, der wesentlich tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt eintaucht, als es auf den ersten Blick wirken mag.
Algorithmisch bezirzte Basalganglien – »Alarm für Kobrakasino« von Kobrakasino
Kobrakasino veröffentlichen ihr zweites Studioalbum. »Alarm für Kobrakasino« ist ein zweischneidiges Schwert.
Sommerekstase für gebrochene Herzen – »Halt mich fest« von Skofi
Clubbige Höhenflüge, verträumte Passagen und rotzige Ansagen – Skofi bewegt sich mit »Halt mich fest« souverän zwischen Rap, House, Garage, Drum & Bass sowie Indiepop.
Alles fühlen dürfen – »A Deep Breath Out« von Filiah
Nina Schwarzott aka Filiah bewegt sich mit ihrem neuen Album souverän auf dem schmalen Grat zwischen Zartheit, Stärke und Humor.
Interessant – »Gute Gedanken«, das Solodebüt von Lisa Obereder
In Gedanken: Lisa Obereder bastelt auf Basis von Postpunk und Lo-Fi fragmentierte Popmonologe über Überforderung und Selbst.
Der Tanz mit der Apokalypse – »Watch the World End«, das Debütalbum von Antonia XM
Wer die Five Stages of Grief angesichts der weltweit drohenden Katastrophe noch nicht durchlaufen hat, findet bei Antonia XM den passenden Soundtrack für die Trauerarbeit.
Who Owns Your Data? – »Digital Shadows« im Dschungel Wien
Bedrohlich überzeichnete Kapitalisten zerren an digitalen Körpern: Die Produktion »Digital Shadows« übt Kritik an machtvollen Systemen der Ausbeutung.
»Das beste Stück aller Zeiten« von Milo Rau als Start in die Wiener Festwochen
Zu Beginn der 75. Wiener Festwochen spielte Intendant Milo Rau mit den Erinnerungen und Erwartungen des Publikums. Bei »Das beste Stück aller Zeiten« wollte der Funke der Nostalgie aber nicht so recht überspringen.
Mit Cute Aggression im Overkill-Modus – »Make Us Crash«, das Debütalbum des Wiener Duos
Cute Aggression verwandeln Reizüberflutung in ein explosives Klanggewitter, das zugleich glitzert und befreit.
Compilation in Buchform: »Die guten Kräfte – Die Geschichte der österreichischen Popmusik in 100 Songs«
Von »Kabinenparty« über »Claire« bis hin zu »Griechischer Wein«: Gewissenhaft ausgesucht, gut geschrieben und unheimlich vielfältig – so präsentieren Walter Gröbchen und Thomas Mießgang in ihrem neuen Buch hundert österreichische Popsongs aus 75 Jahren.