New Voices Edition 3: »Muss das Pferd auch arbeiten?« und »Teresas Körper« — ab 10. September im Kino

Kinotickets zu gewinnen!

Wer neuen Stimmen zuhören möchte, muss ihnen erst einmal eine Bühne geben. Oder in diesem Fall: eine Leinwand. In der mittlerweile dritten Ausgabe von New Voices werden zwei ausgewählte österreichische Langfilmdebüts präsentiert. Das gemeinsame Projekt von Cinema Next und dem Stadtkino Filmverleih sorgt dabei dafür, dass aufstrebende Filmschaffende auch über Wien hinaus Gehör finden – ihre Filme bespielen neben der Haupstadt auch Kinosäle in Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz und Krems. Dieses Mal kommen Leonhard Pill mit »Muss das Pferd auch arbeiten?« und Magdalena Chmielewska mit »Teresas Körper« zu Wort.

»Muss das Pferd auch arbeiten?« — ab 10. September im Kino

Leonhard Pill bleibt in seinem Langfilmdebüt gleich einmal in der Familie. In »Muss das Pferd auch arbeiten?« begleitet er seine Schwester Valeria, die als Wanderschäferin lebt und arbeitet. Leben und arbeiten – damit wären wir direkt beim Thema des Filmes. Denn wo das eine aufhört und das andere beginnt, lässt sich in Valerias Alltag gar nicht so leicht festmachen. Ihre Tage richten sich nach den Tieren und den Aufgaben, die mit diesen anfallen – von Geburten über die tägliche Versorgung bis hin zu Schlachtungen. Einen klassischen Feierabend spielt es hier nur bedingt. Die Dokumentation stellt unterschiedliche Lebensrealitäten gegenüber und fragt damit auch, welchen Stellenwert Arbeit in unserem Leben eigentlich haben soll. Der Alltag als Schäferin wird dabei nicht als Erfüllung des idyllischen Bauernhoftraums abseits der digitalisierten Arbeitswelt romantisiert, sondern in all seinen Facetten gezeigt.

»Teresas Körper« — ab 11. September im Kino

Bei »Teresas Körper« ist der Titel ziemlich wörtlich zu verstehen. Regisseurin Magdalena Chmielewska porträtiert darin ihre eigene Mutter Teresa, deren Körper die Spuren eines Lebens mit sich trägt, das nicht immer gut zu ihr war. Patriarchale Gewalt und vergangene Traumata äußern sich bei ihr in chronischen Schmerzen. Zusammen mit ihren Töchtern Ola und Magda sucht Teresa nach Linderung und einem Umgang mit all den unsichtbaren Belastungen, die sich auch noch Jahre später bemerkbar machen. Der Film erzählt davon, wie uns alte Wunden einholen können, und vom Wunsch, sich ein Stück weit von ihnen zu lösen. Dabei lässt Chmielewska fiktionale und dokumentarische Elemente ineinanderfließen und ergänzt die Geschichte ihrer Mutter immer wieder mit traumartigen Erinnerungsbildern. Diese Mischung kam jedenfalls bereits gut an: Beim Filmfestival Max Ophüls Preis wurde Chmielewska für die beste Regie ausgezeichnet, bei der Diagonale folgten unter anderem Preise für Drehbuch und Montage. Jetzt gibt es Chmielewskas ersten Langfilm bei New Voices zu sehen.

Wir verlosen 2 × 2 Tickets für die Wienpremieren von »Muss das Pferd auch arbeiten?« am 10. September und von »Teresas Körper« am 11. September, jeweils im Stadtkino Wien und jeweils in Anwesenheit der Filmteams.

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