So nah wird man diese Band vielleicht bald nicht mehr sehen: Die Show von The Last Dinner Party im Gasometer lässt Großes erwarten.

Es gibt ein paar Faustregeln, auf die man sich verlassen kann: Schnee in Wien ist unnötig. Die Halle im Gasometer ist – freundlich gesagt – verbesserungswürdig. Und je länger eine Zugabe auf sich warten lässt, desto besser fällt diese aus. Okay, speziell die letzte »Regel« gründet sich eher auf anekdotischen Erfahrungen, bestätigte sich jedoch abermals – wie die beiden anderen übrigens auch – beim Konzert von The Last Dinner Party vergangenen Donnerstag.
Die Londoner Rockband hat eine perfekte Nische für sich im aktuellen Musikpantheon gefunden. Glam, große Geste, viel Theatralik, aber all das gleichzeitig mit erstaunlich wenigen Mitteln, ohne große Stage-Sets oder Gimmicks. Stattdessen gibt es viele kleinere Momente, die im Gedächtnis bleiben. Hier ein konspirativer Hexenzirkel, da ein koordinierter Einmarsch, dort dunkle Bühne mit fokussiertem Spotlight auf einzelne Bandmitglieder.
Intime Momente
Wie geballt das Talent ist, das hier auf der Bühne steht, merkt man spätestens in diesen Momenten, wenn der Fokus von Leadsängerin Abigail Morris immer wieder hin zu einem Solo – gesanglich oder instrumental – eines der anderen Bandmitglieder wechselt. Etwa, wenn Emily Roberts ein an Brian May gemahnendes Gitarrensolo am Podium, erhöht über dem Rest der Gruppe, abliefert. Oder wenn Keyboarderin Aurora Nishevci das auf Albanisch gesungene Stück »Gjuha« anstimmt, in einer Muttersprache, die sie nach eigenen Angaben selbst kaum mehr gesprochen habe. Oder bei einem meiner persönlichen TLDP-Favourites, »Sinner«, der, live von Lizzie Mayland gesungen, ihre eigenen Erfahrungen noch mal viel nachdrücklicher wirken lässt.
The Last Dinner Party lieferten im vollgepackten Gasometer eine Show ab, wie man sie vom Timing her nur selten erwischt. Hier konnte man eine Band, die in puncto Musik, Show, Selbstbewusstsein und zunehmend vermutlich auch Fanbasis in absehbarer Zeit die ganz großen Hallen füllen könnte, gerade noch in einer vergleichsweise »intimeren« Location erleben. So lassen sich Schneegestöber und Endlos-Schlange-Stehen durchaus verkraften.
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
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The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
The Last Dinner Party (© Georg Prenn)
Das Konzert von The Last Dinner Party fand am 19. Februar 2026 im Gasometer Wien statt.