Tausend Mal mehr Bier

Stell dir vor du gehst zu einem Konzert in der ausverkauften Stadthalle und musst nicht für ein Bier anstehen. Vielleicht ist ein kleiner Traum wahr geworden.

In nur sieben Sekunden werden bis zu sechs Bier, je nach Größe der Anlage, ausgeschenkt. Bis zu tausend Bier in einer Stunde. Vollautomatisch. Perfekter Schaum inklusive. Keine überforderten Mitarbeiter mehr, keine durstige Schlange, die sich fragt was da so lange geht oder bereits ausnüchtert.

Ein junges Unternehmen in Österreich hat einen Zapfhahn erfunden, der alle Probleme auf Festivals, Konzerten und darüberhinaus lösen soll: den Beerjet. 2013 ist die Idee entstanden, im darauffolgenden Jahr wurde eine Prototyp erstellt. Die komplette Software wurde hausintern entwickelt. Heute hat das Start-Up bereits renommierte Kunden wie die Stieglbrauerei in Salzburg oder das Allianz-Stadion des SK Rapids. Derzeit betreibt der Beerjet eine Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Conda. Wir haben mit Michael Raab, Geschäftsführer von The-Minted, gesprochen. Er betreut die Kampagne für Beerjet.

Wie ist die Idee des Beerjets entstanden?

Die Idee entstanden, weil einige der Gründer sowohl im Gastronomie- als auch im Bereich des Biervertriebs tätig waren und einen dringenden Bedarf gesehen haben. In Stadien und auf Großveranstaltungen im Allgemeinen wird auf dieselbe Art und Weise gezapft wie beim Dorfwirt. Das ist ja nicht mehr zeitgemäß angesichts der technischen Möglichkeiten heute.

Wird das nicht zu einer massiven Einsparung an Arbeitsplätzen führen?

Die Frage kommt immer wieder, aber das ist nicht so. Es wird genauso Personal gebraucht, welches die Anlagen bedient und die Kunden betreut. Das Personal steht jetzt am Zapfhahn und kann nichts anderes tun in der Zeit. Mit dem Beerjet bleibt mehr Zeit für Gästebetreuung oder für Zusatzverkäufe. Man kann kassieren währenddessen oder neue Bestellungen aufnehmen. Nicht die Einsparung des Personals steht im Vordergrund, sondern die Verbesserung der Kundenbetreuung.

Wie ist es zur Zusammenarbeit mit der Crowdinvestmentplattform CONDA gekommen?

Grundsätzlich hat das Unternehmen gerade in der Entwicklungsphase einen ausgewogenen Finanzierungsmix gewählt. Zum einen Teil sind das Privatdarlehen der Gesellschafter, circa ein Drittel an öffentlichen Förderungen, sowie Bankdarlehen etc. Aufgrund der neuen Gesetzesänderung mit dem In-Kraft-Treten des Crowdfunding-Gesetz in Österreich hat sich eine interessante Möglichkeit ergeben, jetzt den Markteintritt nachhaltig zu finanzieren. Die medienwirksame Begleitung dieses Markteintritts durch die Kampagne ist natürlich auch relevant. Dadurch eröffnen sich ebenfalls neue Möglichkeiten.

Seid ihr zufrieden mit der Zusammenarbeit?

Ganz bestimmt. Einerseits ist die Betreuung von CONDA sehr hilfreich, auch weil die Betreuungsleistungen im Vergleich zu anderen Plattformen sehr umfangreich sind. Ich denke da zum Beispiel an PR-Maßnahmen oder Beratungsleistungen. Und der Zuspruch auf der Plattform spricht für sich selbst. Wir haben nach acht Tagen zweihundert Investoren überzeugen können 200.000 Euro zu investieren, wir können uns wirklich nicht beschweren.

Auf eurer Website ist die Geschichte des Unternehmens nachgezeichnet. Ihr erschließt ja gerade den österreichischen und inzwischen auch den deutschen Markt. Was ist längerfristig geplant?

Längerfristig ist ganz klar die europaweite Markterschließung geplant und auch der Sprung über den Teich. Amerika ist auf jeden Fall ein Thema. In Sydney gibt es bereits eine Teststellung, also längerfristig soll es uns dann wirklich weltweit geben. Hier wird es dann wirklich unterschiedliche Konzepte geben, sei es über Lizenznehmer, die das Produkt dann mit ihrer lokalen Infrastruktur vertreiben oder auch warten können, im Heimmarkt macht dies das Unternehmen selbst.

Gab es sowas wie den Beerjet nicht schon?

Es gab tatsächlich Versuche von Getränkeherstellern ähnliche Produkte zu entwickeln, davon ist jedoch keines am Markt. Es gibt das System Bottoms-up, das in Amerika schon vertreten ist, das hat aber einige entscheidende Nachteile. Es können nur ganz spezielle Becher verwendet werden, um das System zu betreiben. Die sind aber sehr teuer, weil es sich um spezielle Einweg-Plastikbecher handelt. Der Beerjet kann jedes Behältnis befüllen, egal ob Glas oder Plastik. Die Bedienung ist ganz einfach. Er ist insofern das einzige System am Markt, dass von der Usability her interessant für Systemgastronomen oder Betreiber größerer Events ist.

Sind für die Zukunft auch andere Produkte geplant oder liegt der Fokus jetzt erstmal auf einem Ausbau des Beerjets?

Die Beerjet-Entwicklung ist weitestgehend abgeschlossen. Das war ein wichtiger Schritt. Bei der Crowdinvesting Kampagne jetzt geht es um die Standardisierung der Produktionsprozesse. Es gibt da verschiedene Maßnahmen die Produktionskosten in der Serienproduktion deutlich zu senken. Das ist ein Schwerpunkt der jetzigen Aktion. Einige weitere innovative Produkte sind noch in Planung. Da wollen wir uns allerdings noch ein bisschen bedeckt halten.

Wer das Projekt Beerjet unterstützen möchte, kann das noch bis Anfang März hier bei Conda tun.

Conda ist die Crowdinvesting-Plattform für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit Conda investiert man grenzenlos in Unternehmen mit Persönlichkeit. Ab 100 Euro unterstützt man Unternehmen aus dem DACH-Raum und profitieren langfristig vom Erfolg. Weitere interessante Projekte von Conda finden sich hier:

i>www.conda.at

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