Donauinselfest 2017 erleben und überleben

Das Donauinselfest-Wochenende steht bevor und versucht, an einem Wochenende alle bei freiem Eintritt glücklich zu machen. Wer die Menschenmassen in Kauf nimmt, wird sich aber doch über die eine oder andere Band freuen. Hier ein Überblick …

© Alexander Müller

„Insel muas sauber bleiben, Insel muas lebenswert bleiben und Insel muas si auszahlen, dass ma hergeht“ ist das Credo der Donauinsulaner aus den beliebten Alltagsgeschichten. Ob die Donauinsel dieses Wochenende durchgehend sauber bleibt, ist fraglich. Ob sich ein Besuch lohnt? Das hängt ein bisschen vom eigenen Naturell ab, geboten wird allerdings ein vielfältiges Programm. Zum 34. Mal geht das Donauinselfest als größtes Open-Air-Festival Europas über die Bühne, der Wetterfrosch prophezeit gleißende Hitze und viel Sonne – dem Vergnügen mit 966.692.289 anderen Menschen zu feiern, steht also nichts im Weg. Ja, das wird ein Geschiebe und ein Gedränge werden, aber wer gratis auf ein Festival will, muss … naja, zumindest ein bisschen leiden.

600 Stunden Programm bedeuten eine schier nicht zu bewältigende Masse an Unterhaltungsprogramm und musikalischen Acts, da ist strategische Planung angesagt – wir helfen euch dabei.

Zwei Bands pro Tag, die du nicht verpassen solltest

Fr. 23.6.2017 – FM4 Bühne: SK Invitational (19:40 – 20:30) #hiphop

SK Invitational ist feinste Symbiose aus heimischem Jazz und Hip Hop. Das neueste Album „Golden Crown“ führt 16 ausgezeichnete Big-Band-Musiker mit elf Rappern und Sängern aus den USA, England und Österreich zusammen. Was daraus entsteht: eine neue Musiklandschaft, die Hip Hop durch mächtige Bläsersätze aufpimpt und sich von alten Konventionen löst.

Fr. 23.6.2017 – FM4 Bühne: Moop Mama (22:45) #bigband

Das 10-Mann-Kollektiv aus München ist festivalerprobt und weiß, wie es die Mengen zum Beben bringt: mit fettem Bläser-Sound, der sich zwischen Funk, Jazz und Techno bewegt. Dazu gibt es gesellschaftskritische Texte. Dieses Gesamterlebnis nennen Moop Mama dann selbst „Urban Brass“. Kann man sich ansehen.

Außerdem: Am Freitag feiert Mainframe ab 17:00 Uhr ihr 15-Jähriges bestehen auf der Eutopia-Bühne. Die Drum’n’Bass Eventreihe des Labels füllte die Arena zigmal, das DIF wird für sie sicher kein Problem darstellen. Wir sagen: Happy Birthday!

Sa. 24.6.2017 – FM4 Bühne: Der Nino aus Wien & Band (19:40 – 21:05) #wien

Seit April ist das siebte Studioalbum von Nino aus Wien im Umlauf. Dabei präsentiert sich unser aller Lieblings-Nino etwas poppiger, aber immer noch sehr hörenswert. Mit Coco Bello reicht er nach dem letzjährigen „Praterlied“ erneut ein Song ein, der das Potential hat, den ganzen Sommer lang durchzulaufen – auf der Donauinsel und in Jesolo.

Sa. 24.6.2017 – Fm4 Bühne: Mando Diao (22:45 – 23:59) #indieoldies

Sie sind alte Hasen. Mando Diao gibt es bereits seit 1999. Unlängst hat die schwedische Rockband ihr achtes Studioalbum veröffentlicht und damit so etwas wie ein Comeback gefeiert. Comebacks sind ja bekanntlich etwas schwierig, man darf ihnen aber trotzdem eine Chance geben, oder einfach in alten Erinnerungen schwelgen.

So, 25.6.2017 – Eutopia DJ/VJ Insel: Brenk Sinatra (ab 21:45) #hiphop

Brenk Sinatra beeindruckt nicht nur mit unfassbar kompetentem und lässigem Umgang mit Beats, als Produzent hat er bereits mit einer langen Liste namenhafter Künstler zusammengearbeitet. Der Mann bereichert die österreichische Szene nicht erst seit gestern, außerdem zeigt er auch mal Sinn für Humor und ratet mit uns munter 90s-Tracks, wie etwa hier. Empfehlung, nicht nur deshalb!

So. 25.6.2017 – Eutopia DJ/VJ Insel: Crack Ignaz (ab 22:45) #cloud

Der selbsternannte „König der Alpen“ lässt sich aus Salzburg herab in die Niederungen des Wiener Beckens. Er ist gekommen um Beats zu droppen und Rhymes in Mundart springen zu lassen. Er zählt zur Gefolgschaft der Post-Swag-Avantgarde, die man nicht verstehen muss, um sich trotzdem von ihr einlullen zu lassen.

 

Do’s and Don’ts

Die Anreise

Zwar fahren die U-Bahn Linien U1 und U6 bis 02:00 Uhr in 3-Minuten-Intervallen, sie werden aber trotzdem heillos überfüllt sein. Ausweichen könnt ihr beispielsweise auf die Straßenbahn Linien 31 (Station Floridsdorferbrücke) oder 26 (Station Nordbrücke). Wer mit dem Fahrrad anreist, kann dieses bei den mobilen Fahrradabstellplätzen der MA48, außerhalb des Festivalgeländes im Bereich Handelskai und auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke, abstellen.

Screenshot: https://donauinselfest.at/wp-content/themes/dif2017/files/dif17_plan.pdf

N°2: Radio FM4 Bühne, N°3: Eutopia DJ/VJ Bühne; N°6: Wien Energie/Ö3 Festbühne; N°13: OE1 Kulturzelt

Treffpunkt

Sich am Festivalgelände treffen ist ein schwieriges Unterfangen. Schwierig machen es nicht nur die Menschenmengen, sondern vor allem auch der damit einhergehende, meist nicht vorhandene Handyempfang. Top-Tipp: Vorher oder am Weg zur Insel treffen.

Wasser

Wasser ist wichtig, vor allem weil es ziemlich heiß wird und Alkohol, auch wenn man das nach dem dritten alkoholischen Getränk immer wieder bestreitet, eben nicht wirklich gut hydriert. Abhilfe leisten acht Trinkwasserspender, die euch verteilt über die 4,5 km lange Festivalstrecke versorgen. Zugegeben: Nach wirklich viel Wasser klingt das nicht, dementsprechend empfiehlt es sich, selbst Wasser mitzubringen.

Sicherheit

Achtung: Es wird an den Zugängen zum Donauinselfest kontrolliert. Auf große Rucksäcke, Glasflaschen oder sicherheitskritische Gegenstände sollte dementsprechend wie bei allen Großveranstaltungen verzichtet werden, sonst werden sie euch abgenommen. Außerdem: Schwimmen ist zwar sehr verlockend, aber nicht in jedem Zustand empfehlenswert – ihr wisst Bescheid.

Das Donauinselfest findet von 23. Juni bis 26. Juni in Wien statt. 

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