Justice for all: Die Wahrheit über Metallica (Updated Edition)

Joel McIver, Metallica-Fan und Autor dieser kürzlich um die Jahre 2004 bis 2009 erweiterten Band-Biografie, hat akribisch recherchiert. Und zwar so präzise, dass er den Lesern auch immer wieder gleich minutiös reindrücken muss, an welchen unzähligen Orten die berühmteste Metalband wo gibt dem Auditorium bereits die Federn Richtung Ausgang verblasen hat.

Es interessiert einfach nur bedingt, wie oft Metallica zwischen 1984 und 1996 Mecklenburg-Vorpommern, Jakutien oder Podersdorf beschallt haben. Zwischen endlosen Tourschleifen und einer Vielzahl an, zu Beginn noch interessanten Mustaine-Zitaten, die aus Metallica-Schlagwerker Lars Ulrich – je nach Härtegrad der vorangegangenen Weinverkostung – mal einen netten Kerl, dann wieder ein dänisches Hardcore-Arschloch machen, versucht der Autor die Charaktere der Bandmitglieder zu zeichnen, in gefühlten 218 Kapiteln die Napster-Geschichte aufzuarbeiten und die Gründe für Newsteds Ausstieg zu erläutern. McIver bekennt sich, wenig überraschend, vor allem zu den frühen Werken der Band, während er mit Langschläfern wie „Load“ und „Reload“ beziehungsweise dem Bastard „St. Anger“ hart ins Gericht geht. Balladen findet er übrigens allgemein vollblöd – manchmal steckt die Adoleszenz eben noch in den Kinderschuhen. Metallica-Rookies sollten nach dem Lesen aber einen groben Überblick haben. Immerhin.

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