Weiße Nacht

Straight outta Kärnten

In seinem neuen Roman entführt uns David Schalko in eine Welt zwischen Abenteuer-Romantik und Pop-Esoterik. Wir dürfen ihn auf einer Reise begleiten, die zwischen

Traum und Wirklichkeit stattfindet.

Ein Ort, von Wäldern umgeben, an den Ufern der Seen, in einem Land, das Österreich sein könnte. Thomas, ein junger Mann von nebenan, einer, dem man täglich auf der Straße begegnet, führt ein ganz gewöhnliches, unaufregendes Leben. Bis er ihn findet. Den einen, den, der sein Leben schlagartig ändert. Seinen Lebensmenschen. Thomas ist angekommen. Von ihm fühlt sich Thomas verstanden, zusammen ist ihnen nichts unmöglich. Plötzlich steht ihm die Welt offen. Er wird in den Kreis der intimsten Vertrauten aufgenommen, in die Buberlpartie. Thomas, der bis zu diesem Zeitpunkt den wohligen Schoß der Landesmutter so noch nicht kannte, darf seinen Ziehvater begleiten, darf von ihm lernen zu verstehen. Der Rolle des Ziehsohns wird der junge Mann mehr als gerecht, zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine Liebe, die wohl über den Tod hinaus Bestand haben kann. Thomas kann die Tiere reden hören, seine Hände können heilen. Gemeinsam träumen die beiden von einer besseren Welt und lassen diese vor dem Auge des Lesers entstehen. Im Auftrag von Liebe und Glück trachten sie nach einem höheren Sein. Bis ein Abend wieder alles unerwartet ändert. Bis die Sonne vom Himmel fällt. Der, der den Messias begleitet, nicht von seiner Stelle weicht, wird selbst zum Auserwählten.

Bekannt wurde David Schalko in Österreich durch seine Arbeit für Film und Fernsehen, die von ihm konzipierte „Sendung ohne Namen“ wurde mehrfach ausgezeichnet. In „Weiße Nacht“ entwirft Schalko ein entrücktes Panorama, eine Zwischenwelt, die das Paranormale völlig normal scheinen lässt. Die schwermütige Sprache, der sich der Autor bedient, lässt die Tiefe der Bindung zweier Menschen, die sich lieben, erahnen. Bubenträume werden ausgeleuchtet, skurrile Figuren tanzen durch die Handlung, tauchen auf und verschwinden in der Versenkung. Als Leser kann man sich dann auch mal verirren in dem Geflecht, in dem Realität und Traum schwer zu unterscheiden sind. Doch Schalko schafft es in seinem neuen Buch, das Paranormale zwar luzide zu halten und dennoch nicht in das Sinnlose oder Unsinnige zu verfallen. Ein Roman eben über zwei Menschen, zwei politische Lebensmenschen, den man so nicht allzu oft in den Regalen von Buchhandlungen findet.

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