Zukunftsvisionen

Die Essence, Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien, zeigt sich 2016 nicht nur an neuer Location, der Alten Post, sondern auch dezidiert politisch. Wir haben die beiden Industrial Design Studien genauer unter die Lupe genommen, die durchweg spannende Konzepte mit Blick auf die Zukunft entwickelt haben.

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Die verwinkelten Räumlichkeiten der alten Post, die man von den verschiedensten Festivals kennt und die auch bald der Parallel Vienna ein Heim bieten werden, ähneln derzeit eher Laboratorien, die die BesucherInnen auf eine Reise durch verschiedenste Ideenwelten schicken – und bei all der visuellen Überforderung (man sollte sich definitv zwei Mal Zeit nehmen) – den Studierenden Raum gibt, Stellung zu beziehen. Schon das Cover des Ausstellungskatalogs ziert ein Bolzenschneider – in Zeiten von Zäunen, Brexit und Flüchtlingskrise, ist das eine Ansage. Ein eigentlich destruktives, gefährlich wirkendes Instrument kann Grenzen, Zäune abbauen und mit der Zerstörung positive Zeichen setzen. Kunst – das zeigt die Essence 2016 besonders deutlich – kann und will (wieder) politisch sein. Dem Industrial Design, das auf der Angewandten gleich zweimal – einmal von Paolo Piva, einmal von Fiona Raby unterrichtet wird – kann besonders in Zeiten wie diesen eine besondere gesellschaftlcihe Komponente zukommen. In verschiedensten Projekten zeigen die zwei Abschlussjahrgänge ein breites Spektrum, sowohl im Zugang als auch im Material. Zukunftsvisionen, Utopien und Dystopien und Parallelwelten scheinen dabei Themen zu sein, die sich durchziehen. Dabei steht die künstlerische Ebene mal mehr und mal weniger im Vordergrund. Allemal gelingt es der Ausstellung zu faszinieren und den eigenen Lebensstil zu hinterfragen.

Die Essence 2016 findet noch bis 15. Juli in der Alten Post, Wien statt.

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