Cosmó gewinnt den österreichischen ESC-Vorentscheid

Vom letzten Platz auf den ersten: Die Startnummer zwölf von »Vienna Calling – Wer singt für Österreich?« wird das Land am 16. Mai beim Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle vertreten.

© ORF / Thomas Ramstorfer

Das waren zwölf doch recht unterschiedliche Acts, die da letzten Freitag über die Bühne des österreichischen ESC-Vorentscheids strawanzten. Von schlagernahem Pop (popnahem Schlager?) bis »Swamp-Surf« reichte die Palette. Am Ende setzte sich mit »Tanzschein« von Cosmó ein Beitrag durch, der genug vom aktuellen Wiener Sound drin hat, um auch bei Bibiza- und Bibu-Fans anzukommen, aber zugleich für internationale Geschmäcker anschlussfähig sein sollte.

Ein zweiter Zivildienst

Was dann am Ende bei der Wertung im Grand Final rauskommt, bleibt wie immer abzuwarten – die Wege des ESC sind oft unergründlich. Zumindest musikalisch sollte sich hier aber niemand genieren müssen. Irgendwie auch passend, dass der neunzehnjährige Burgenländer seine Teilnahme als »zweiten Zivildienst« versteht. Ein Antritt im eigenen Land hat beim Grand Prix ja wirklich oft was von Pflichtübung.

Und der Rest des Feldes? Durchwachsen. Einiges sehr gut (Shoutout to Bamlak Werner), aber bei anderem bin ich doch recht froh, dass ich das nicht auf der ESC-Bühne erleben muss. Markant war übrigens, wie häufig im Laufe des Abends sowohl von Moderator*innen als auch vom kommentierenden Dreierpodium auf die gute und vielfältige österreichische Musikszene verwiesen wurde. Stimmt ja auch. Siehe nicht zuletzt jede Ausgabe unseres Magazins. Sollte der ORF aber – abseits von FM4 – vielleicht auch mal realisieren und entsprechend unterstützen.

Der siebzigste Eurovision Song Contest findet von 12. bis 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt und wird live im ORF sowie auf dem offiziellen Youtube-Kanal übertragen.

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