Creative Industries Austria: HFA Studio im Porträt

Das HFA Studio realisierte bereits Projekte für Kunden wie Greenpeace, Veuve Clicquot oder Hennessy. Außerdem sind sie für das spacige Design des diesjährigen Frequency Festivals verantwortlich. The Gap traf sich mit dem Kollektiv, um über ihre aktuelle Arbeit, Inspirationen und zukünftige HFA-Pläne zu sprechen.

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© Matthias Heschl, HFA Studio, Michael Paukner

 

Wie sieht euer bisheriger Werdegang aus?

Nice. Wir haben alle drei das Musische Gymnasium in Salzburg besucht. Charlie hat es dort so gut gefallen, dass er zweimal wiederholt hat. Wir haben unter anderem in Geographie und Zeichnen maturiert und sind dann mit dem Auto nach Wien gefahren, um auf der Angewandten Kommunikationsdesign zu studieren. Charlie hat in Sachen Ausbildung eigentlich alles seinem großen Bruder Foerdl nachgemacht. Leo hat wiederum Charlie alles nachgemacht. Fati hat dann Leopold alles nachgemacht.

Dazwischen hat Leo in einer Band namens Olympique gespielt, gemeinsam mit Fati als „Luftfabrik“ nonstop illustriert und Charlie hat als Bazuco nebenbei Partys veranstalten und beim Auflegen Wände bemalt.

Was ist die Geschichte hinter eurem Agenturnamen?

Es begann alles mit einem Pärchen, das sich nackt um einen Apfel gestritten hat. Am siebten Tag entstand dann der Sonntag und an diesem Tag haben wir beschlossen, dass wir uns HFA Studio nennen, damit wir endlich Geld für unsere Illustrationen bekommen. Davor haben wir unter verschiedensten Künstler- und Kollektivnamen wie „Luftfabrik“, „Lumpenpack“ und „Helmut Werner Foundations“ Projekte realisiert.

© HFA Studio

Wie schafft ihr es, eure Arbeiten von Anderen abzugrenzen? Wo finden sich Gemeinsamkeiten und neue Chancen? 

Wir versuchen immer einzigartige Arbeiten zu erstellen, haben uns einen eigenen Stil angeeignet und haben unsere bevorzugten Techniken. Wir sind dennoch immer motiviert, etwas Neues zu probieren und wollen uns da nicht beschränken.

Neue Chancen entstehen oft durch Kollaborationen mit Leuten aus diversesten Branchen. Wir mögen es, mit anderen Menschen mit anderen Fähigkeiten zusammenzuarbeiten. Wenn man sich auf die Stärken des anderen konzentriert, kommen oft spannende Ergebnisse raus.

Was motiviert euch?

In erster Linie Instagram Likes und Follower. Bitte folgt uns auf Facebook und Instagram. Außerdem haben wir so etwas wie einen inneren Zwang, weiterzuarbeiten und auch qualitativ hochwertige Arbeiten abzuliefern. Ein Arbeitsprozess kann schon mal in einen flow-ähnlichen Zustand übergehen und eine abgeschlossene Arbeit beziehungsweise ein gutes Ergebnis motiviert.

Wodurch sind eure Designs inspiriert?

Das kann alles sein. Ich denke, unsere sichtbarsten Inspirationen sind neben Schrift in all ihren Facetten Tiere, Pflanzen, Formen und Strukturen. Essentiell für neuen Input sind Reisen, andere Kulturen und Blickwinkel, auch auf bekannte Dinge. Da lernt man immer etwas dazu und das fließt dann irgendwie in die Arbeiten ein. Designtechnisch ist es schwer, da eine bestimmte Sache zu nennen. Uns kann ein aufwändiges Gemälde genauso berühren wie eine simple Idee, es kommt immer auf den Kontext an.

© HFA Studio

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Wir arbeiten gerade in unserem Studio an unserem Projekt namens „High Functional Addicts“ kurz
HFA, vielleicht kommt auch daher unser Studio-Name – wobei die Adam-und-Eva-Geschichte oben schon super ist. Im Vergleich zu unserem Studio, das als Agentur auch Kunden- und Auftragsarbeit abwickelt, ist HFA unser eigenes Ding mit allen Freiheiten. HFA ist mehr Zusammenschluss an motivierten Leuten aus verschiedensten Ecken, die alle ihre eigenen Ziele fast suchtartig und ziemlich kompromisslos verfolgen. Diese Lebenseinstellung haben wir zu unserem Mantra gemacht und in diesem Rahmen werden in Zukunft Events, Vernissagen, limitierte Produkte und noch vieles mehr entstehen.

Start für das Projekt ist die HFA Art Show am 24.08.2017 im Pretty Poison in Canggu in Indonesien. Das Pretty Poison ist eine Bar mit riesigem Skate Bowl im Backyard, wir hosten den Event mit handbemalten Skateboards, Custom Gang Jackets und Prints und wir werden das Ganze mit viel Gerstensaft, Skate Sessions und Live-Tattoos feiern.

Was ist euer größter Wunsch? Welches Projekt würdet ihr gerne mal realisieren? 

Der größte Wunsch ist sicher, viel zu Reisen und auch Projekte außerhalb von Österreich zu realisieren.

Welche Blogs und Online Magazine checkt ihr täglich? Welche Magazine und Zeitschriften habt ihr abonniert?

Blogs und Online Magazine wie It’s Nice That, Juxtapoz Magazine oder Designspiration. Natürlich wird täglich Instagram kontrolliert, mit einer guten Mischung aus Fotografen, Illustratoren, Tätowierern und Typografen plus jeder erdenklichen Meme-Seite.

Dann schauen wir noch auf news.orf.at oder standard.at für aktuelles Tagesgeschehen. Unsere neueste Lieblingszeitschrift ist das Mixology Magazin, das ist ein Hochglanz Magazin mit Druckveredelungen zum Thema Alkohol und Genuss. Wir lieben Alkohol und Genuss.

© HFA Studio

Hier geht’s zur Homepage von HFA Studio. Weiter Texte zu Creative Industry Austria findet ihr hier

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