Der Spieler als User

Mit der neuen Xbox One setzt Microsoft auf Vernetzung und macht die Konsole auf Wunsch zur zentralen Schaltstelle im Wohnzimmer.

Mit der Xbox One präsentiert Microsoft dem User erstmal schier unendlich viele Möglichkeiten, auf die tatsächlich relativ intuitiv zurückgegriffen werden kann. So funktioniert schon der Login automatisch über Gesichtserkennung per Kinect. Und wenn mehrere Personen im Raum sind, dann weiß sie das auch, loggt diese automatisch ein und verändert den Bild-Ausschnitt, den sie scannt. Automatisch. Von ganz allein. Geboten werden zudem Musik- und Video-Services, diverse Apps – leider alle einzeln – und vieles mehr. Nicht zuletzt Skype – dank Kinect mit 1080p-Videotelefonie. Und manches davon gern auch gleichzeitig.

Ein kleiner Screen kann in der Ecke eingeblendet werden, um während dem Spielen zu Skypen oder auch Fernzusehen. Denn auch wenn so manch Angebot der Xbox One zum Start in Europa nicht erhältlich ist, weil die Verträge fehlen – Netflix naheliegend zum Beispiel – das TV-Signal lässt per HDMI durch die Xbox schleifen. Und das bedeutet nicht nur die Menuführung über die Box, sondern eben auch das gleichzeitige Fernsehen, während man spielt, skypt oder was auch immer auf der Xbox macht.

Dabei musste Microsoft nach der ersten Pressekonferenz erstmal zurückrudern. Bestimmte Daten doch am Gerät und nicht in der Cloud speichern und auch zur Kenntnis nehmen, dass nicht alle Spieler in den USA wohnen oder damit einverstanden sind, vermarktet zu werden. Am Ende werden sie aber recht behalten. Wir haben uns noch nicht an den Gedanken gewöhnt, aber die vernetzten und vernetzenden Features dieser Konsole zeigen schon heute, wie wir in den kommenden Jahren unterhalten – aber auch beworben werden. Kinect beobachtet die Menschen vor dem Fernseher, weiß, wann sie hinsehen und wann sie etwas anderes machen.

Die Xbox One ist tatsächlich jener Kasten – im klassischen Hi-Fi-Format –, der als zentrale Schaltstelle vieler Entertainment-Einheiten dienen kann. Zumindest, wenn man sich in das Microsoft-System begibt, denn wenn nicht, dann werden hier bessere Audio- und Video-Streamingdienste nicht unbedingt ersetzt. Und zu dem System gehören auch eine Xbox Live Goldmitgliedschaft und ein Wohnzimmer, das groß genug für Kinect ist. Noch nicht – aber wohl sehr bald – ist das alles auch in Österreich über Sprachsteuerung bedienbar. Und das funktioniert überraschend gut und schnell. Musik, Spiele, Downloads: Alles lässt sich per Sprache steuern. Die Xbox One ist damit tatsächlich die zukunftsweisendere Konsole mit der noch besseren Online-Technik und dem breiteren Angebot. Und die Spiele? Die können mit der Konkurrenz zumindest locker mithalten. Die 3rd-Party-Hersteller sind mit allen großen Titeln vom Start weg dabei und Microsoft selbst versucht sich an einem breiten Line-up für alle Zielgruppen. Indie findet man hier noch nicht und die online auf der Xbox 360 erworbenen Spiele können nicht mitgenommen werden. Aber wer Spielen will – und vielleicht auch noch ein bisschen mehr – ist hier genauso richtig. »Xbox on!«

Exklusivtitel

Ich verstehe ja die Begeisterung für »Titanfall« nicht, es kommt aber erst nächstes Jahr. Bis dahin spielt man auf der XBO am besten:

»Forza 5«

Ja, ein Rennspiel. Aber eines, das mit vielen neuen Features unterhält – und mit natürlich prachtvoller Grafik. Zu den Community-Aspekten: So fährt man vom Start weg mit Wagen-Designs anderer Spieler und auch die Gegner in den Rennen sind aus dem Fahrverhalten anderer Spieler errechnete Drivatare. Du fährst immer gegen deine Freunde!

»Ryse – Son Of Rome«

Crytek haben diesmal keinen Ego-Shooter entwickelt, sondern ein hochgezüchtetes Hack’n’Slay, das sich in Sachen Blut sichtbar an den »Spartacus«-Serien orientiert. Als römischer Soldat kämpft man sich durch brutale Schlachten und rammt Schwert und Schild möglichst gut getimt in die Körper der Gegner.

»Zoo Tycoon«

Die »Zoo Tycoon«-Reihe startet mit der Xbox One neu, verschreckt dabei alle Kenner und spricht stattdessen eine deutlich jüngere Zielgruppe an. Vieles kann hier nicht mehr so frei gestaltet werden, dafür ist das Spiel viel weniger komplex und spricht mit seiner Zugänglichkeit und Grafik Nachwuchspieler an.

Wie wir über Sonys Playstation 4 denken, könnt ihr hier nachlesen.

Microsofts Xbox One ist am 22. November in Österreich gestartet. Alle Infos unter www.xbox.com

Bild(er) © Microsoft
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