Die befriedigende Wirkung eines Gesamtkonzepts – Taris releasen ihre Debüt-EP

Treffen sich sprachaffine Musiker im Wohnzimmer und hören Bonobo und Efterklang… so könnte die Geschichte von Taris anfangen. Mit ihrer ersten EP haben sie sich Zeit gelassen – wir haben mit ihnen über „Transit“ gesprochen und lassen euch schonmal exklusiv reinhören.

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Es ist schon einige Monate, wenn nicht Jahre, her, als sich Christian Kratzert seine Instrumente und Freund Trompeter Paul Szelegowitz schnappte, um sich instrumental auszuprobieren. Heraus kam das Instrumentalstück „Hamira“.

Die Wohnzimmerexperimente haben sich zu lautmalerischem Pop weiterentwickelt. Ihre heute erscheinende EP wird jedes Ästhetenherz schneller und höher schlagen lassen. Taris steht unter einem guten Stern, irgendwo in den Weiten des musikalischen expanded universe. Wir haben ein bisschen mit Christian und Florian geplaudert und präsentieren exklusiv „Transit“.

Wie hat sich euer Sound entwickelt?

Christian: Es war nicht wirklich so geplant, wie es dann passiert ist. Hamira, unser erster Song, ist sehr ursprünglich und schon relativ alt. Aber wir wollten ihn trotzdem auf die EP dazunehmen, damit ein Bogen über unser Schaffen gespannt wird, obwohl sich seither vieles verändert hat. Diese Entwicklung kann man sehr schön auf der EP hören.

Ihr seid mittlerweile zu fünft. Wie das?

Christian: Es hat sich ganz einfach eine klassische Bandbesetzung entwickelt. Als „Instrument“  kam auch Flos Stimme dazu, die gemeinsam mit den Bläser-Stimmen im Zentrum vieler Songs steht, aber nicht konkurriert. Die zwei Komponenten stehen jetzt relativ gleichberechtigt da. Das lag einfach auf der Hand, weil wir mit instrumentallastigen Songs weitermachten, und doch mehr in eine poppige Richtung gehen wollten.

Flo: Wir haben uns nie mit allzu experimenteller oder jazziger Musik beschäftigt, sondern haben uns vor allem für die instrumentalen Melodien und die Soundästhetik von Pop interessiert, wie man ihn von Bonobo bis Efterklang kennt. Vieles hat sich dann spontan ergeben.

Aber es ist schon so, dass ihr euch um das Konzept viele Gedanken macht…

Christian: Auf jeden Fall. Es kann schon auch gefährlich werden, wenn so viele Menschen an einem Projekt beteiligt sind. Das kann auch im Chaos enden. Uns ist ein roter Faden immer wichtig. Die befriedigende Wirkung eines Gesamtkonzeptes, bei dem die Musik, Bild und Lyrics aufeinander eingehen und gleichberechtigt sind, ist der Kerngedanke unseres Projektes und treibt uns auch an.

Flo: Das ist das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen: Ein Konzept verfolgen und alles auf unsere eigene Art machen, aber die Freiheit und die Kreativität dabei erhalten.

Das merkt man auch, wenn man sich euer schönes Artwork anschaut.

Christian: Genau. Bildhafte Musik braucht auch schöne Bilder dazu.

Flo: Ich hab auch immer Bilder im Kopf, wenn ich komponiere und lass mich gern davon inspirieren. Wir sind relativ bald auf die Arbeit von Mesut Benligil gestoßen, die einfach perfekt zu uns passt.

Christian: Unseren Planeten, der jetzt als Logo fungiert, hat er gestaltet. Eine türkische Ebru-Marmorierung. Der taucht unter anderem auch in unseren Visuals auf, die bei unseren Auftritten ganz wichtig sind. Da kommt noch Martyna Trepczyk ins Spiel, die dankenswerterweise bisher alles grafisch für uns aufbereitet hat. Zusammen mit diesen beiden Multitalenten, die alles, was in der Musik schon angelegt ist, wunderbar umsetzen und ergänzen, sind wir fast ein Kollektiv irgendwie. Jeder macht, was er am besten kann, trotzdem geht es nicht um einzelne Persönlichkeiten, sondern mehr um das Gesamte.

Flo: Der Fokus liegt bei uns definitiv auf der Musik, auch wenn es abgedroschen klingt. Uns versteht man  live, mit den Visuals zusammen, wahrscheinlich am besten.

Hier kann man die Songs exklusiv vorab hören:

 

Taris‘ EP „Transit“ erscheint am am 13.3.2017 –die Release-Party findet heute im B72 statt.

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