Gamescom 2019: Fundstücke

3 Spiele abseits des Getöses, auf die ihr euch freuen könnt

© Foto: Koelnmesse

»Cyberpunk 2077« ist ur der Hammer, »Death Stranding« ist voll durchgeknallt und geheimnisvoll und so und »Call of Duty: Modern Warfare« ist Call of Duty. Das schönste an der Gamescom sind aber Entwicklerinnen und Entwickler, die mit leuchtenden Augen von ihren Spielen erzählen, ohne ins PR-Sprech zu verfallen. Drei dieser Spiele könnt ihr euch schon einmal vormerken.

Dark Envoy

Freies Erkunden, rundenbasierte Kämpfe und endlose strategische Möglichkeiten – »Dark Envoy« schaut bislang aus wie ein düsteres »Divinity: Original Sin« im Steampunk-Setting mit einem ordentlichen Schuss »XCOM«. Und das klingt doch schon einmal bestens. In der Gamescom-Demo lag der Fokus ganz klar auf einem Kampfsystem, das sich um Übersichtlichkeit bemüht und trotzdem zig Optionen bietet. Die Gruppe muss gut positioniert und schlau dirigiert werden und der richtige Umgang mit der Umgebung macht den Unterschied. Damit beim Release Ende 2020 auch die Story überzeugt, ist ein namhafter Autor mit an Bord und so schaut das alles nach nur neun Monaten Entwicklung schon sehr vielversprechend aus.

Streets of Rage 4

Drei Studios arbeiten gemeinsam daran, die kultige Serie in die Gegenwart zu holen. Und das handgezeichnete 2,5D schaut schon einmal großartig aus und beweist, dass Retro-Feeling nicht immer pixeln muss. Am Gameplay wurde gerade so viel geschraubt, dass sich alles so gut spielt, wie es in der verklärten Erinnerung war. Richtig fein ist »Streets of Rage« auch weiterhin im Koop-Modus – bis man von der Partnerin auf’s Maul bekommt, weil der Couch-Kumpane in der Hitze des Gefechts Freund von Feind nicht unterscheiden kann. 2020 soll auch dieses Spiel auf PC und Konsolen erscheinen. Und wer nicht frustriert werden will, kann diesmal sogar zwischenspeichern.

Biomutant

Das ist kein ganz kleiner Titel mehr. Aber es ist unglaublich, dass dieses über-ambitionierte Projekt eines 20-köpfigen Teams tatsächlich fertig zu werden scheint. Gesunde Skepsis ist wohl weiterhin angebracht, aber die spielbare Demo in Kombination mit der Präsentation des Chef-Entwicklers war dann doch überzeugend genug, um langsam nervös zu werden. Das Setting ist unverbraucht und schön, das Kampfsystem riecht nach Variantenreichtum und Irrsinn und eigentlich müssten mutierte Tiere und Kung Fu als Argumente schon genügen. Zu einem Release-Termin will man sich bei Entwickler Experiment 101 noch nicht drängen lassen. Und plötzlich reitet ein Nagetier auf einer aufziehbaren, mechanischen Hand durchs Bild. Was soll man da noch sagen?

Newsletter abonnieren

Abonniere unseren Newsletter und erhalte alle zwei Wochen eine Zusammenfassung der neuesten Artikel, Ankündigungen, Gewinnspiele und vieles mehr ...