Last Punsch Deluxe: I gave you my heart

Wer bringt die Geschenke? In Vöcklabruck bereiteten heuer wieder die Christkinder von Unterton die größte Freude und brachten im OKH noch ein letztes Mal zusammen, was zusammen gehört: Elektro und Punsch, beides heiß.

© Elisabeth Anna Photography

Kurz vor Weihnachten entwickelte sich ein arger Geriss um die letzten Tickets für das Punsch Deluxe. Es wurde darum gefeilscht, als wären sie aus purem Gold, weil die feinste aller Feierlichkeiten natürlich längst ausverkauft war. Durfte man aber nicht verpassen. Außerdem haben sich die Gerüchte bestätigt: Gestern wurde der letzte Tanz des Vereins Unterton getanzt. Nach sieben Jahren Bestehen und sechs Punsch Deluxe Parties, mit Größen wie Dorian Concept, Elektro Guzzi und sowieso fast allem, was man in Österreich mit elektronischer Tanzmusik verbindet, ist an Steigerung nicht mehr zu denken. Man will nach einer intensiven Zeit die Energien wieder mehr für Privates und individuelle Projekte verwenden, sagt Unterton der ersten Stunde, David Buder, bekannter als Davi dB: „Unterton war eine Bewegung, bei der sich viele Leute mit unheimlich viel Herzblut beteiligt haben, ein spezielles Momentum. Jetzt ist es vorbei, und das ist auch gut so.“ Neben der Weihnachtsparty war man außerdem mit der Organisation von FM4 Unlimited am Attersee beschäftigt.

Sag’ beim Abschied laut Servus

Aber dass diese wahnsinnige Crew nicht heimlich und schon gar nicht still geht, war klar, also gab man sich gestern noch ein letztes Mal die Ehre: Jakob Bouchal und Davi dB wärmten die Tanzebeine auf, danach zerlegten Gudrun von Laxenburg das Haus und sämtliche Trommelfelle. M-Jane brachte mit einem Drum & Bass Vinyl Set unter Jubel (und Protest – niemand wollte den Schluss wahrhaben) die letzten Stunden der Nacht zu einem würdigen Ende. Weitergegangen wäre das Ganze sonst noch stundenlang. Parallel dazu wurde im Kaffeehausteil des Gebäudes bei Punsch und Kaminfeuer etwas gediegener gefeiert.

Genau diese Mischung machte den Zauber dieser Parties aus: Familiäre Foodcoma Stimmung und ausgelassenes Großstadt Line-Up ergänzten sich logisch und holten auch Menschen, die es sonst eher nicht in diese Kleinstadt oder zu diesen Acts verschlägt. Das resultierte immer in einer vielfältigen, aber liebenden Crowd.

Sterndeuten

Nun zur Frage, die gestern den Smalltalk beherrschte: Wie sollen die tanzwütigen VöcklabruckerInnen in Zukunft die Geburt von sweet Baby Jesus’ feiern? David Buder legt den Fokus seiner Tätigkeiten auf die mit Jakob Bouchal zusammen gegründete Management Agentur Matchesmusic und damit nach Wien. Aber wer die Szene um das OKH kennt, weiß: Es wird nicht einfach nichts passieren. Zu vielen guten Menschen ist etwas an der Fortführung der Tradition gelegen. Am Schluss bleibt jedenfalls die Erinnerung an bunte, glitzernde und wilde Nächte. Die Momentaufnahmen aus der Selfiemaschine „Kamerad“ und die Fotos beweisen: Es war sehr schön!

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