Österreichischer Film auf der Berlinale

Heuer ist Österreich mit vier Filmen auf der 67. Berlinale vertreten. »Wilde Maus« von und mit Josef Hader geht sogar ins Rennen um den Bären. Weiters werden die Dokumentation »Untitled« von Michael Glawogger und Monika Willi, der Psycho-Thriller »Tiere« von Greg Zglinski und das Familiendrama »Die beste aller Welten« von Adrian Goiginger gezeigt – wir haben die Zahlen.

Haders Berufe: 11

Josef Hader in Wilde Maus © Ioan Gavriel

Würde er seine Arbeitsstelle in »Wilde Maus« nicht verlieren, wäre Musikkritiker der elfte Beruf, den Josef Hader in einer Hauptrolle ausübt. Zuvor war er bereits Bauer, Fremdenverkehrsbeamter, Detektiv, Leiter der Fremdenpolizei, Geldbote, Hochzeitshotelgründer, U-Bahn-Fahrer, Pathologe, Polizist und Schriftsteller.

Reisen: 11

Als Doku-Experiment auf Reisen gedacht, wurde für »Untitled« in elf Ländern gedreht. Der während der Dreharbeiten verstorbene Regisseur Michael Glawogger sagte über sein Projekt: »Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition.« Monika Willi vollendete seine Vision.

Auf Deutsch: 1

»Tiere« ist der vierte Spielfilm des polnisch-schweizerischen Regisseurs Greg Zglinski, aber der erste in deutscher Originalsprache. Zuvor drehte er »Kein Feuer im Winter« (französisch, albanisch), »Courage« (polnisch) und »Le temps d’Anna« (französisch).

TIERE © Andreas Seibert

Beliebt: 53

Adrian, der in »Die beste aller Welten« die Hauptrolle spielt und vor der Drogensucht seiner liebenden Mutter in eine eigene Gedankenwelt flieht, ist im Film sieben Jahre alt. In seinem Geburtsjahr 2009 war Adrian Platz 53 der beliebtesten Vornamen in Österreich. Apropos Namen: In den letzten 20 Jahren liefen elf österreichische Filme auf der Berlinale, die einen Vornamen im Titel haben.

Recherche: Theresa Ziegler, Amira Ben Saoud

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine bezahlte Kooperation mit dem Österreichischen Filminstitut, das österreichisches Filmschaffen finanziert und fördert. Weitere Beiträge zur Österreichischen Filmkultur findet ihr hier.

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