Redout: Indie auf Speed

Den italienische Highspeed-Racer „Redout“ gibt’s jetzt auch auf den Konsolen.

© Redout © 34BigThings

Mit unpackbaren Geschwindigkeiten in schwebenden Fahrzeugen absurd futuristische Rennstrecken entlang zu brettern, das kennen Konsolenspielerinnen und –spieler schon seit den 1990ern. Mit Titeln wie „Wipeout“ und „F-Zero“ wurde damals das Genre der Future-Racer aus der Wiege gehoben, das mit steigenden Bildschirmauflösungen zur knalligen Rechtfertigung aller Epilepsie-Warnungen heranwuchs.

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Seine Hochzeit hat das Genre heute hinter sich. Captain Falcon aus „F-Zero“ ist in erster Linie durch seine Auftritte in Nintendos „Smash Bros.“-Reihe bekannt und „Wipeout“ hält seine Fans mit Remakes im Wachkoma. Aber wie so oft sind es auch diesmal die Indie-Entwickler, die ein im sterben liegendes Genre mit dem Defibrillator bearbeiten; in diesem Fall 34BigThings aus Italien, die 2016 mit „Redout“ einen hochklassigen „Wipeout“-Klon auf den PC gebracht haben, der es jetzt auch auf die Konsolen geschafft hat.

Redout © 34BigThings

Vom Messerscharfen HD-Bild einmal abgesehen, ist Redout über weite Strecken das, was von „Wipeout“ in Erinnerung geblieben ist: Schwindelerregende Hochgeschwindigkeits-Rennen auf Strecken, wie sie sich Kinder erträumen. Loopings, endlos wirkende Sprünge und brutale Schikanen machen es zeitweise schwer, auf befahrbaren Untergründen zu bleiben. Upgrades und eine sich immer wieder aufladende Energie-Leiste beschleunigen wahlweise das ohnehin schon am Limit dahinschlitternde Rennen, oder sie bearbeiten die Gegner und sichern die Vorfahrt.

Redout © 34BigThings

Auch wenn „Redout“ auf ulkige Helden á la „F-Zero“ verzichtet und die Spielwelt so nie mehr wird als reine Kulisse, sorgen die unterschiedlichen befahrbaren Himmelskörper für ausreichend optische Abwechslung. Und da die Konsolen-Version auch über die Strecken der DLCs verfügt, gibt es für motivierte Raser mehr als genug Kurven, die auswendig gelernt werden wollen. Der Kariere-Modus wird zwar recht lieblos präsentiert, motiviert aber durch unterschiedliche Modi und Herausforderungen und der obligatorische Split-Screen-Modus beschert zusätzlich einige Stunden der Reizüberflutung.

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Ob aus Nostalgie oder mit dem unbeschwerten Elan eines Genre-Neulings: Für alle, denen Autos zu öd und zu langsam sind, ist „Redout“ wohl das Spiel der Stunde.

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