Die Frau in Schwarz

Susann Hills’ zeitloser Klassiker wurde endlich verfilmt. Was hat diesen Geist so erzürnt, dass er gnadenlos mordet? Ein junger Anwalt will das Rätsel lösen und erweckt damit vollends die schreckliche Frau in Schwarz.

Das von Marschland umgebene Anwesen ist ein Ort des Grauens. Der aufstrebende Anwalt Kipps (Daniel Radcliffe) lernt das auf die harte Tour, als er dort eine Hinterlassenschaft klären soll. Die Warnungen der Einheimischen ignoriert er und lernt bald einen überaus rachsüchtigen Geist kennen: die Frau in Schwarz. Diese bleibt bis zum gelungenen Finale durch und durch böse; gerade das scheint Kipps zu reizen, der durch lange Recherchen vor Ort der Ursache für das teuflische Treiben auf den Grund zu gehen sucht. Susan Hills englischer Gruselklassiker »Die Frau in Schwarz« ist zum Fürchten. Das trifft nun auch auf die vorliegende Verfilmung zu, die über weite Strecken überzeugt. Das Spiel mit der Unschärfe, die tückische Bedrohung dezent im Hintergrund zu halten, funktioniert. Die dadurch anhaltende Verunsicherung ist ein feines Stilmittel des Films, der in anderen Sequenzen dann aber doch zu sehr auf altbekannte Schockeffekte setzt und durch seine teils zähe Erzählstruktur etwas an Fahrt verliert. »Die Frau in Schwarz« mag weder die originellste Gruselgeschichte sein, noch ist sie die schrecklichste. Aber es ist eine, deren Stoff seine Wirkung nicht verfehlt und uns wohlig schaudern lässt.

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