Es wird nur noch geatmet

Es ist beschissen, und das ist keineswegs gut so, Ausweg gibt es sowieso keinen: "Ausgang, wieso Ausgang? / Ich will zum Eingang / Ich will, ich will", geifert Tobias Ortmanns im Stil eines Schorsch Kamerun, bildet endlose Assoziations- und Wortketten, gibt sich im einen Moment direkt, im anderen verschlüsselt oder gar selbstreferenziell: "Weißt du Tobi […]

Es ist beschissen, und das ist keineswegs gut so, Ausweg gibt es sowieso keinen: "Ausgang, wieso Ausgang? / Ich will zum Eingang / Ich will, ich will", geifert Tobias Ortmanns im Stil eines Schorsch Kamerun, bildet endlose Assoziations- und Wortketten, gibt sich im einen Moment direkt, im anderen verschlüsselt oder gar selbstreferenziell: "Weißt du Tobi / Und das sage ich dir jetzt mal ganz im Vertrauen / Ich habe immer gesagt / Entweder gehen wir ein in die Annalen / Oder wir sind ganz im Arsch!" Das sitzt und hat herzlich wenig mit Befindlichkeits – Pop zu tun, nicht nur ob des Indie -, Post -, Math – Rock – Mantels, in den Ortmanns’ Texte gekleidet sind. Da mag man an frühe Blumfeld denken, lässt man deren Zitathölle beiseite, oder an Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs – das Debüt des Kölner Quintetts bleibt so eigenständig wie grandios.

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