Gorilla Manor

Nun ziemt es sich im Rahmen des noch immer andauernden Post-Punk-Revivals nicht mehr, der bedingungslosen Hingabe zu four to the floor zu frönen, angesagt ist glänzende Polyrhythmik – du kannst auch Afro-Beat dazu sagen.

Schmeckt allerdings auch nicht mehr ganz so frisch. Was tun? Dem ganzen eine eigene Note verleihen und nicht nur den Säulenheiligen David Byrne und, ja, ja, Paul Simon huldigen. Die Local Natives aus Los Angeles reichern ihre pulsierenden Songs mit mehrstimmigem Gesang und Streichern an und vermitteln eine ungefähre Ahnung, wie etwa das Talking-Heads-Stück "Warning Sign" klingen hätte können, hätten sich Crosby, Stills, Nash & Young der Sache angenommen. Mit seinem Debüt schafft das Quintett einen bemerkenswerten Spagat: "Gorilla Manor" ist ein Seelenwärmer, zu dem man bei Bedarf auch tanzen kann.

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