Tank

Eine Band widersteht allen Vereinnahmungsversuchen, setzt leichte Melodien auf kunstvoll verstrebte Fundamente und gibt dem Rock’n’Roll eine elektronische Hülle.

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Kreidler sind eine verdammt gute Band und das, obwohl (oder gerade weil) sie sich Zeit ihres Bestehens vor Vereinnahmungsversuchen schützen mussten. Die einen sehen in ihnen die legitimen Nachfolger der Musikergeneration, die vor ihnen Düsseldorf zur Hauptstadt elektronischer Musik gemacht hat. Sie ins Wiedergänger-Eck von Kraftwerk oder NEU! zu drängen, greift zu kurz. Wer sie der Postrock-Schule rund um Tortoise zurechnet, liegt auch falsch. Kreidler sind viel zu gewieft, um sich in Schubladen pressen zu lassen. „Tank“ bestätigt das einmal mehr. Dem Album ist anzuhören, dass hier eine Band am Werk ist, keine Elektronik-Bastler. Eher Baumeister, die kleine Melodien auf ein komplexes Rhythmusgeflecht setzen. Genauso ist ihm anzuhören, dass der Band die Mittel der digitalen Postproduktion wohl vertraut sind. Große Musik.

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