Under The No Sky

Keine Dunkelheit, aber auch kein Licht: Dream-Pop-Katermusik aus Berlin.

Dream-Pop aus Berlin: Irgendwo zwischen Mazzy Star, My Bloody Valentine und den wohl nicht zufällig den Bandnamen inspirierenden Galaxie 500 spielen sich Super700 die dunklen Träume und Leidenschaften aus der Seele. Nur: Die Dunkelheit und der Lärm jener erstgenannten Gruppen kommen trotz choreographierter Blaupausen-Dramatik bei Super700 nie wirklich durch. Auch wenn die Fassade von Songs wie “21st Century Girl“, “One Of A Kind“ oder “Old Moon“ vom Mondlicht gestreift zu sein scheint – im Inneren werden die Songs von Neonröhren beleuchtet. Einzig das halbakustische, mit Trip-Hop-Anleihen angereicherte “My Bones“ sowie das durch leicht verstimmte Westerngitarre dramaturgisch ausdifferenzierte “Queen Of Inbetween“ wissen wirklich zu überzeugen. Viel zu oft hat man jedoch das Gefühl, das “Under The No Sky“ ein ziemlich braves Werk einer vermeintlich gar nicht so braven Band ist. “Wenn My Bloody Valentine ein Drogenrausch war, ist Super700 der Moment am nächsten Tag, in dem man darin schwelgt, ihn durchlebt zu haben“, steht im Pressetext. Übersetzt heißt das: Eine Platte, die nach Katerstimmung klingt.

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