Songs for the Young at Heart

Nur ein Zyniker könnte dieser Platte etwas Böses wollen. Zwei Väter gewordene Tindersticks versammeln eine internationale All-Star-Riege, um dem willigen Indie-Connaisseur in der Kindheit lieb gewonnene Melodien, Texte und Lieder erneut zu unterbreiten. Wer nicht mit britischem Funk und Fernsehen aufgewachsen ist, wird das Ursprungsmaterial nicht unbedingt kennen, das tut der sympathischen Sammlung aber keinen […]

Nur ein Zyniker könnte dieser Platte etwas Böses wollen. Zwei Väter gewordene Tindersticks versammeln eine internationale All-Star-Riege, um dem willigen Indie-Connaisseur in der Kindheit lieb gewonnene Melodien, Texte und Lieder erneut zu unterbreiten. Wer nicht mit britischem Funk und Fernsehen aufgewachsen ist, wird das Ursprungsmaterial nicht unbedingt kennen, das tut der sympathischen Sammlung aber keinen Abbruch. Als Sänger kommen Robert Forster (Go-Betweens), Stuart Murdoch (Belle & Sebastian), Cerys Matthews (Catatonia), Suzanne Osborne, Kurt Wagner (Lambchop) und Bonnie ’Prince’ Billy zu Wort.

Letzterer schießt im Duett mit Red bei „Puff, the Magic Dragon“ erwartungsgemäß den Vogel ab. Stuart Staples steuert ein einleitendes Thema bei und ergreift zweimal selbst das Mikrofon (einmal bei einem Song aus „Chitty Chitty Bang Bang“ und beim abschließenden „Hey, Don’t You Cry“ aus seiner eigenen Feder). Jarvis Cocker rezitiert ein kleines Gschichterl und mit der Erwähnung zweier instrumentaler Einschübe wäre die Auflistung der Inhaltsstoffe auch schon komplett. Tindersticks-Tastenmann Dave Boulter hat als musikalisches Mastermind des Projekts auf simple Umsetzungen geachtet und die gute halbe Stunde keineswegs mit Musiker-Ego(s) überfrachtet. Alles richtig gemacht. Nicht nur zukünftige Plattenkäufer (sofern es so was dann noch gibt) werden mit „Songs for the Young at Heart“ ihre Freude haben.

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