Wahlkampf of WTF

"Wahlkampf ist die Zeit fokussierter Unintelligenz" sagte Michael Häupl einmal und hat damit wohl nicht so ganz unrecht. 5 WTF-Momente der letzten Zeit, online, im TV oder im Kino – gesammelt im Rahmen der Coverstory #wahlkampfimnetz.

#wtf Lugner

Die Liste der wtf-Momente ist lang, alleine in diesem Wahlkampf. So beglückte er uns mit einem "Rap", verschenkte Kino-Tickets für Vorzugsstimmen oder kutschierte Stimmwillige mit einer Limousine zur Vorzugsstimmenabgabe. Der größte wtf-Moment war dann aber vermutlich das tatsächliche Erreichen der Vorzugsstimmen und dem Interview in der gestrigen ZiB 2.

#wtf Trump

In den USA sorgt vor allem Donald Trump mit seinen Themen, aber auch mit seinen Kampagnen für Aufsehen in sozialen Medien. Aber auch die Gegenstimmen werden lauter – ein offener Brief an den US-Populisten wurde kürzlich zum am meisten geteilten Beitrag auf Facebook überhaupt. Aber nicht nur auf Facebook beschäftigt Trump die Massen: Am Super Tuesday explodierten die Suchen für »How Can I move to Canada?«.

#wtf Robert Marschall

Im österreichischen Online-Wahlkampf komplett absurd: Der Kandidat der EU-Austrittspartei, Robert Marschall hat sich die Domains www.bundespraesidentschaftswahl.at und www.wahlinformation.at gesichert und betreibt dort eine – unterirdisch gestaltete – Homepage, die auf den ersten Blick den Anschein hat, Menschen über die Wahl zu informieren. Google rankt die Page bei der Suche nach Bundespräsidentschaftswahl 2016 ganz oben.

#wtf Khol

Die Homepage von Andreas Khol hatte in vielerlei Hinsicht einen schwierigen Start. Zunächst sicherte sich die Plattform Ehe-Gleich die Domain khol2016.at, dann ging eine Homepage online, bei der man sich fragen musste, ob sie tatsächlich fertig ist. Der Link »Lebenslauf« führte bis 14. März zum Download eines PDFs, der Link »Fotos« zu einem Dropbox-Folder – und auch sonst suchte man Inhalte eher lange. Mittlerweile wurde zwar nachgebessert, warum die vorherige Version je online gegangen ist, bleibt uns ein Rätsel.

#wtf Kanye

Während wir in diesem Jahr über Donald Trump staunen, können wir uns auf 2020 und die Kandidatur von Kanye West freuen, die er bei den MTV Music Awards angekündigt hat. In einem Interview mit Vanity Fair bestätigte er diesen Plan nochmal: »I sit in clubs and I’m like, wow, I’ve got five years before I go and run for office and I’ve got a lot of research to do.«

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