Clubbige Höhenflüge, verträumte Passagen und rotzige Ansagen – Skofi bewegt sich mit »Halt mich fest« souverän zwischen Rap, House, Garage, Drum & Bass sowie Indiepop.

Skofi ist da, back und eigentlich auch nie wirklich weg gewesen. Mit ihrem zweiten Album »Halt mich fest«, das zwanzig Tracks voller Sommerekstase im Angebot hat, liefert die Wiener Musikerin, Rapperin und Produzentin nicht nur hemmungslosen Taumel, sondern füllt auch eine Lücke in der österreichischen Musiklandschaft: smarte Texte auf schnellen Beats, Laissez-faire-Attitüde mit haarscharfer Beobachtungsgabe sowie eine ordentliche Portion queeres Feuer für den ausgekühlten Dancefloor.
Wer das Sommeralbum 2026 gesucht hat, findet es in Form dieser Platte optional sogar auf Doppelvinyl. Hier wird nicht nur abgerissen, sondern auch festgehalten, was gerade dringend notwendig scheint: diese präzise Fuck-that-Mentalität mit Hoffnungsschimmern dazwischen, sowie diese süße Sommermelancholie, die einen von Juni bis September auf frischverliebten Wolken trägt. Auf »Halt mich fest« schmelzen die Eiskugeln dahin und tropfen direkt in den süßen Rauschmund.
Soundtrack für lange Sommernächte
Das Album taumelt dabei durch Herzschmerz, Überforderung, toxische Dynamiken, Sehnsucht, Begehren, Wut und Verletzlichkeit, ohne jemals stehen zu bleiben. Alles verschwimmt wie in einer ausufernd langen Sommernacht, in der niemand mehr auf die Uhr schaut. Zwischen clubbigen Höhenflügen, verträumten Passagen und rotzigen Ansagen nimmt Skofi ihre Hörer*innen mit in einen emotionalen Dauerzustand aus Ekstase und Katerstimmung. Immer wieder kippen die Songs plötzlich von melancholischer Zärtlichkeit in Selbstermächtigung, von verträumter Sommerromantik in den Wunsch, einfach alles niederzubrennen, was im Weg steht.
Dabei bewegt sich Skofi mit beeindruckender Selbstverständlichkeit zwischen Rap, House, Garage, Drum & Bass sowie Indiepop. Die Produktionen pulsieren und treiben an, ohne die Vocals jemals zu überdecken. »Halt mich fest« ist der Soundtrack für Momente, in denen die Sonne durch die Blätter auf geschlossene Augenlider glitzert. Für Chlorgeruch im Freibad und verschwitzte Heimwege in der Morgendämmerung. Für diese kurzen Augenblicke, in denen alles gleichzeitig zu viel und genau richtig ist. Und Skofi singt mittendrin, hält fest, reißt ab, fängt auf. Alles Chaos, alles dazwischen.

Das Album »Halt mich fest« von Skofi erscheint am 12. Juni 2026 bei Skofs Records. Die nächsten Konzerttermine der Musikerin: 5. Juli, Wien, Donauinselfest — 25. Oktober, Wien, Flucc Wanne.