XA – Music Export Award 2026 – Nominiert sind …

Der XA geht in die nächste Runde. Seit 2017 wird der Award nun schon verliehen – und zwar im Rahmen des Festivals Waves Vienna sowie in Kooperation mit Mica – Music Austria, Austrian Music Export, Austro Mechana / SKE Fonds und Radio FM4. Folgende sechs Artists sind heuer nominiert.

Ava Fina (Bild: Elisabeth Anna)

Ava Fina

Weltschmerz, schwierige Lebensabschnitte und die Frage danach, was für ein Mensch man eigentlich sein möchte – diese zentralen Fragen beschäftigen auch Ava Fina. Die Sängerin verarbeitet all das in Form leicht­füßiger Popmusik, die oft unbe­schwerter klingt als die tief­gründigen Themen, die sie besingt. So ver­mutet man hinter dem Song »Onions« nicht sofort eine Kritik an rück­sichts­losen Menschen, »who make people cry like onions do«. Ava Fina mischt dabei englische mit spanischen Lyrics und paart das Ganze mit souligem Indie. Auf der EP »Simultaneously Stimulating« bündelt sie Musik über Er­fahrungen, die eine*n umhauen, aber an denen man gleich­zeitig wachsen kann.

Freitag, 2. Oktober, 20:45 Uhr, Loop


Cute Aggression (Bild: Luca Celine)

Cute Aggression

Als süßeste Versuchung, seit es in Wien Hyper­pop gibt, sprengt dieses Duo jegliche Erwartung, wie Musik zu klingen hat. Aaron Abebe kennt die Bühne bereits von Band­projekten wie Aux Portes und Breitband, Erika Schweighofer hat als Pro­duzentin schon für Buntspecht und Verifiziert gearbeitet. Im Mai haben sie mit ihrem Debüt­album »Make Us Crash« bewiesen, dass die nostalgischen Gameboy-Sounds der Neunziger wieder dem Zeitgeist entsprechen. Mit ordent­lich viel Synth, Bass und Ironie schallert dir die Musik von Cute Aggression regelrecht um die Ohren. »Das mag man. Oder halt nicht«, so die beiden. Wohl das kontrollierteste Chaos der Wiener Musikszene.

Donnerstag, 1. Oktober, 18:45 Uhr, Lucia


Tamara Flores (Bild: Gilbert Nguyen)

Tamara Flores

Wie sich tanzbarer Latin Pop, der liebliche Klang einer Querflöte und tief­gründige Texte ver­einen lassen, zeigt Tamara Flores. Auf harte Reggaeton-Beats kann da schon mal ein opernhafter Klassikpart folgen – und an­schließend Rap mit jeder Menge Attitude. Auch zwischen Spanisch und Deutsch entscheidet sich die mexikanisch-österreichische Sängerin bewusst nicht. Obwohl es erst eine Handvoll Songs von ihr zu hören gibt, war das letzte Jahr wild: Support-Slot bei Álvaro Soler, Nominierung für den FM4-Amadeus sowie zahl­reiche Live­auftritte. Während sich ihre Lieder musikalisch stark unter­scheiden, zieht sich textlich ein Thema durch: weibliche Selbst­ermächtigung.

Freitag, 2. Oktober, 22:30 Uhr, Lucia


Ivery (Bild: Maximilian Salzer)

Ivery

Dass Ivery früh musikalisch geprägt wurde, hört man rasch. Sie be­gann schon als Kind zu singen, studierte später Gesang und ist heute als Gesangs­lehrerin tätig – es war also nur eine Frage der Zeit, bis ihr erstes Album kommen würde. »Crack of Light« ist im Mai erschienen und klingt wie ein Liebesbrief an die Musik selbst. Von Alter­native Pop über Rock und rohen Soul bis hin zu roboter­haften Vocoder­effekten reicht die Bandbreite. Inhaltlich beschäftigt sich Ivery mit dem Druck der ständigen Selbst­optimierung, mit den Unsicherheiten unserer Zeit und damit, dass uns allen ein wenig Ent­schleunigung guttun würde.

Donnerstag, 1. Oktober, 21:30 Uhr, Kramladen


Peach Tinted (Bild: Candela Guindo)

Peach Tinted

Wie durch eine rosarote – okay, eher pfirsich­farbene – Brille blicken Emil Paiker und Louis Springer auf die Welt. Themen wie die Angst, etwas verpasst zu haben, oder der Wunsch, die Ge­geben­heiten durch die Augen eines anderen Menschen zu sehen, werden in verträumten Indiepop verpackt. Dabei bewegt sich ihre Musik stets zwischen melancholischer Retro­spektive und euphorischem Blick in die Zukunft. Gründe, sich zu freuen, gibt es auf jeden Fall: Ihr Song »The Unknown« hat sich inter­national ver­selbst­ständigt – durch Tiktok fand er ein Publikum weit über Österreich hinaus. Seine letzte Tour hat das Duo nicht nur quer durch Europa geführt, sondern bis nach Mexiko.

Freitag, 2. Oktober, 19:45 Uhr, Kramladen


Aki Traar (Bild: Ronja Elina Kappl)

Aki Traar

Alle, die es in den letzten Jahren ins Volkstheater, ins Burg­theater oder zu den Salzburger Festspielen ver­schlagen hat, haben Aki Traars Kompositionen wohl bereits als musi­kalische Untermalung gehört. Neben Sounds für die österreichische Theater- und Film­landschaft, produziert er aber auch Tracks für sein Soloprojekt. Dabei zählt für ihn vor allem eines: Musik muss ein Feeling vermitteln und darf ruhig un­ge­wöhn­lich klingen. Erwarte das Unerwartbare, quasi. Aki Traar pendelt dabei zwischen intimem Indie­sound und verzerrtem Gitarrenrock. Mit »Haha« aus dem Album »Hound« ist ihm zuletzt der Sprung in die FM4-Charts gelungen. Neue Musik entsteht gerade.

Donnerstag, 1. Oktober, 19:45 Uhr, The Loft Main Floor

Die Verleihung das XA – Music Export Award 2026 findet am 3. Oktober um 19 Uhr im Rahmen des Showcase-Festivals Waves Vienna in der Albert Hall statt.

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