Anda Morts verbinden auf ihrem zweiten Album Punkspirit mit herrlich simplen Texten über die kleinen Katastrophen des Alltags – recht relatable, dieses Hörerlebnis, gerade zum Start in den Herbst.

Der Sommer ist vorbei, Deadlines stehen an, alles wird ungemütlicher: Mit Herbstbeginn scheint unser Leben oft nur noch aus Durchwursteln durchs alltägliche Chaos zu bestehen – und Bürokratie sowie Leistungsdruck sind dabei die Energieräuber*innen schlechthin. Moralische Unterstützung liefern Anda Morts mit ihrer ersten Singleauskoppelung »Halbes Jahr« und sie legen gleichzeitig auch den Kern ihres neuen Albums »Hektomatik« frei. Frontmann Andreas Schneider singt darin ehrlich und witzig von den existenziellen Zuständen und Gefühlen, die der oft skurrile Alltag so mit sich bringt – mit Zeilen über das Scheitern, das Nichtwissen und das Schwer-aus-dem-Bett-Kommen.
Überforderndes Dasein
Im eingespielten Indiepunk-Sound führt das Album durch zehn schnelle Tracks. Dabei ähnelt das Hören von »Hektomatik« dem Lesen eines Tagebuchs mit Einträgen aus unterschiedlichen Lebensabschnitten. Einmal geht es um die Situation, in ein wichtiges Gespräch verwickelt zu sein, gerade wenn die richtigen Worte fehlen. Ein anderes Mal um die Oma, die nach dem Tod ihres Mannes in ihrer Persönlichkeit wieder aufblüht. Und dann darum, ins Straucheln zu geraten, weil man die Miete nicht mehr bezahlen kann. Oder um dreizehn mühsame Tage, die man im Krankenhaus verbringen musste.
Kurzgesagt: Unser Dasein kann wirklich überfordernd sein. Anda Morts wissen das und bejahen das Leben trotzdem – in all seinen Facetten. Daraus wird im letzten Track »Es ist laut« schlussendlich die existenzielle Erkenntnis gezogen: »Ja, vielleicht wird’s scheiße, aber, hey, wir haben’s versucht.«

Das Album »Hektomatik« von Anda Morts erscheint am 16. Oktober 2026 bei Phat Penguin Records. Die nächsten Konzerttermine der Band: 13. Oktober, Linz, Kapu — 14. Oktober, Linz, Kapu — 11. November, Augsburg (DE), Kantine — 12. November, Freiburg (DE), Jazzhaus — 13. November, Ludwigsburg (DE), Scala — 14. November, Mannheim (DE), Alte Feuerwache — 16. November, Darmstadt (DE), Centralstation — 17. November, Essen (DE), Zeche Carl — 22. November, Oldenburg (DE), Kulturetage — 23. November, Rostock (DE), Peter-Weiss-Haus — 24. November, Magdeburg (DE), Factory — 25. November, Jena (DE), Kassablanca — 27. November, Leipzig (DE), Conne Island — 28. November, Leipzig (DE), Conne Island — 29. November, Dresden (DE), Beatpol — 3. März 2027, Wels, Schlachthof — 4. März, München (DE), Muffathalle — 6. März, Berlin (DE), Astra — 7. März, Hamburg (DE), Große Freiheit — 8. März, Köln (DE), Carlswerk Victoria — 9. März, Nürnberg (DE), Z-Bau-Saal — 11. September, Wien, Arena-Open-Air.