Alltagsgeschichten – Anda Morts bieten mit »Hektomatik« moralische Unterstützung

Anda Morts verbinden auf ihrem zweiten Album Punk­spirit mit herrlich simplen Texten über die kleinen Katastrophen des Alltags – recht relatable, dieses Hör­erlebnis, gerade zum Start in den Herbst.

© Nick Limberger

Der Sommer ist vorbei, Deadlines stehen an, alles wird un­gemütlicher: Mit Herbst­beginn scheint unser Leben oft nur noch aus Durch­wursteln durchs alltägliche Chaos zu bestehen – und Büro­kratie sowie Leistungs­druck sind dabei die Energie­räuber*innen schlechthin. Moralische Unter­stützung liefern Anda Morts mit ihrer ersten Single­auskoppelung »Halbes Jahr« und sie legen gleichzeitig auch den Kern ihres neuen Albums »Hekto­matik« frei. Frontmann Andreas Schneider singt darin ehrlich und witzig von den existenziellen Zuständen und Gefühlen, die der oft skurrile Alltag so mit sich bringt – mit Zeilen über das Scheitern, das Nicht­wissen und das Schwer-aus-dem-Bett-Kommen.

Überforderndes Dasein

Im eingespielten Indiepunk-Sound führt das Album durch zehn schnelle Tracks. Dabei ähnelt das Hören von »Hektomatik« dem Lesen eines Tagebuchs mit Einträgen aus unter­schiedlichen Lebens­abschnitten. Einmal geht es um die Situation, in ein wichtiges Gespräch verwickelt zu sein, gerade wenn die richtigen Worte fehlen. Ein anderes Mal um die Oma, die nach dem Tod ihres Mannes in ihrer Persönlichkeit wieder aufblüht. Und dann darum, ins Straucheln zu geraten, weil man die Miete nicht mehr be­zahlen kann. Oder um dreizehn mühsame Tage, die man im Krankenhaus ver­bringen musste.

Kurzgesagt: Unser Dasein kann wirklich überfordernd sein. Anda Morts wissen das und bejahen das Leben trotzdem – in all seinen Facetten. Daraus wird im letzten Track »Es ist laut« schluss­endlich die existenzielle Erkenntnis gezogen: »Ja, vielleicht wird’s scheiße, aber, hey, wir haben’s versucht.«

Anda Morts »Hektomatik«

Das Album »Hektomatik« von Anda Morts erscheint am 16. Oktober 2026 bei Phat Penguin Records. Die nächsten Konzert­termine der Band: 13. Oktober, Linz, Kapu — 14. Oktober, Linz, Kapu — 11. November, Augsburg (DE), Kantine — 12. November, Freiburg (DE), Jazzhaus — 13. November, Ludwigs­burg (DE), Scala — 14. November, Mann­heim (DE), Alte Feuer­wache — 16. November, Darm­stadt (DE), Central­station — 17. November, Essen (DE), Zeche Carl — 22. November, Olden­burg (DE), Kulturetage — 23. November, Rostock (DE), Peter-Weiss-Haus — 24. November, Magdeburg (DE), Factory — 25. November, Jena (DE), Kassablanca — 27. November, Leipzig (DE), Conne Island — 28. November, Leipzig (DE), Conne Island — 29. November, Dresden (DE), Beatpol — 3. März 2027, Wels, Schlachthof — 4. März, München (DE), Muffathalle — 6. März, Berlin (DE), Astra — 7. März, Hamburg (DE), Große Freiheit — 8. März, Köln (DE), Carlswerk Victoria — 9. März, Nürnberg (DE), Z-Bau-Saal — 11. September, Wien, Arena-Open-Air.

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