Architekturneid

In Oberösterreich streitet man sich gerade um eine Phallus-Statue , dabei gibt es noch viel mehr architektonische Prachtexemplare – in männlicher und weiblicher Formgebung.

Man wirft Architektur ja nicht seit gestern vor, einen leichten Penis-Komplex mit sich herum zu tragen. Wirklich sinnvolle Gründe dafür, hunderte Meter hohe Türme in Gurkenform zu bauen, gibt es nämlich nicht. In der Architektur gibt es solche Phalli dabei schon viel länger (no pun intended), außerdem in so gut wie allen Kulturen und zahlreichen Formen (naja, eh wissen). Der englische Wikipedia-Artikel zu dem Thema ist sehr umfangreich und behandelt Säulen, Obelisken, Schreine, den Torre Agbar in Barcelona oder Abbildungen von Schwänzen auf Tempeln. Im Netz gibt reichlich Artikel zu phallischen Bauten (hier, hier oder hier).

In Österreich ist uns kürzlich die Libelle untergekommen, bei man sich wundert, wie es niemandem auffallen konnte, dass der Grundriss einem Penis gleicht. Aus diesem Grund haben wie die erregendsten Bauten dieses Landes einer kleinen psychanalytischen Sitzung unterworfen und sie mit Schätzen aus der Freudschen Zitatenkiste unterlegt.

Die Sightseeingtour durch Österreich hat aber nicht nur Phallisches am Programm, sondern führt auch zu Samba-tanzenden Türmen nach Kärnten und zur Innsbrucker Nordkette, wo sich ein Universum weiblicher Formgebung öffnet. Startpunkt der Reise ist der alt-ehrürdige Wiener Stephansdom mit einem handfesten Statement zur Gleichbehandlung.

Wer noch mehr solcher Beispiele in Österreich kennt, bitte kommentieren oder kurz @the_gap tweeten.

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