Die Buben im Pelz

Definitiv mehr als nur ein Lausbubenstreich – David Pfister und Christian Fuchs werfen sich in ihre besten Kunstfelljacken und holen als "Buben im Pelz" den Sound von Velvet Underground nach Wien.

Die FM4-Veteranen und Szene-Lieblinge Christian Fuchs und David Pfister sind keine Jungfrauen in Sachen Coverversionen – haben sie doch bereits unter dem Bandnamen „Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune“ Indie-Lieblinge und Popsternchen wie Neutral Milk Hotel oder Lana del Ray herzerfrischend interpretiert und eingewienert.

Als Die Buben im Pelz versuchen sich die beiden unter Zuhilfenahme von Gastmusikern wie Dorit Chrysler, Monsterheart und Sir Tralala dem Liedgut der legendären Velvet Underground anzunähern. Das Debütalbum der Velvets – mit dem ikonographischen Bananencover von Andy Warhol – wurde durch den Fleischwolf gedreht und Song auf Song, Note auf Note, vom New Yorker Untergrund in den schwülen Wiener Sommer überführt. Das Echo darauf ist einigermassen überwältigend.

Im Interview erzählen uns Christian Fuchs und David Pfister, wie es dazu kam, was das alles soll, und warum das Liedgut der Velvets auch heute noch nichts von seiner Brachialität und Subversivität eingebüßt hat.

Nach diversen einzelnen Coversongs als Neigungsgruppe Sex Gewalt und Gute Laune habt ihr euch als Buben im Pelz zum Covern eines ganzen Albums entschlossen. Wie kam es zur Idee, ausgerechnet die erste Velvet Underground zu covern?

Christian: Wir beide konnte es nach dem Ende der Neigungsgruppe einfach nicht lassen. Obwohl ich persönlich ja zunächst überhaupt einen Schlußstrich unter das Musikmachen ziehen wollte. Aber dann kam ich immer wieder mit David ins Plaudern und wir begannen zusammen Pläne zu schmieden.

David: Ja, zuerst war die Entscheidung da, wieder gemeinsam musikalisch aktiv zu werden. Auch wollten wir wieder mit der Wiener Mundart arbeiten. Zunächst dachten wir an Eigenkompositionen, dann hatte Christian aber eine Idee.

Christian: Mir ist, bizarrerweise ausgerechnet bei einem Aufenthalt am Wörthersee, ein Wiener Text für den Jahrhundertsong „Venus in Furs“ eingefallen. Nach Gesprächen hat sich daraus eine größenwahnsinnige Ambition entsponnen.

Von der „Venus in Furs“ zu den „Buben im Pelz“ ist es ein weiter Weg.

David: Nachdem wir uns entschieden hatten das erste Velvet-Underground-Album in aller umfassender Konsequenz zu covern, nannten wir unser Projekt vorerst mal für uns „Venus Im Pelz“. Während einer Zugfahrt sprach ich von Christian und mir dann mal von den „Buben im Pelz“ und der Bandname war spontan da.

Bild(er) © 1: Pamela Russmann
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3: Pamela Russmann
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