Er ist aus Fünfhaus, Bruder – Raf Camora feiert Homecoming

Raf Camora sorgte gestern bei seinem Homecoming-Konzert in der Marx Halle in Wien für Abrissstimmung. Unsere Eindrücke und welche Überraschungsgäste die Bühne gestürmt haben, könnt ihr hier nachlesen.

© Matthias Heschl / Red Bull Content Pool

Du hast dich schon immer gefragt, ob es wirklich Menschen gibt, die ihre Jahresvorsätze auch wirklich in die Tat umsetzen? Das Grübeln hat ein Ende: Raf Camora ist einer dieser Menschen. Er steht zu seinem Wort. Via Instagram postete der Erfolgsrapper aus Wien Anfang des neuen Jahres seine Vorsätze für 2018 und hatte dabei ein Gratiskonzert in Wien ganz oben auf der Liste – um sich bei seinen heimischen Fans zu bedanken, wie es hieß.

Knapp ein Monat später macht Raf gemeinsam mit Red Bull Music Nägel mit Köpfen. Nach dem gestrigen Abend kann er den ersten Punkt auf seiner Liste also erfolgreich abhaken. Die Tickets für das Homecoming-Konzert in der Marx Halle wurden bereits vor Wochen per Zufallsprinzip vergeben und waren binnen weniger Minuten „ausverkauft“.

Gemeinsam mit 7.000 Fans ausrasten

Dass Raf gierig auf den Aufritt in seiner Heimatstadt ist, wird schnell klar: Knapp 30 Minuten vor der geplanten Stagetime stürmt der Vorzeige Gold- und Platin-Rapper nach Support-Act Svaba Ortak die Bühne und macht mit einem lauten Knall und einer ziemlich nicen Lighshow deutlich, dass er schon lange in einer ganzen »andere(n) Liga« spielt. Man sieht Raf die Freude daran an, gemeinsam mit 7.000 Fans auszurasten, und schickt Grüße nach 1150 Wien. Zurecht! Die Stimmung in der Halle könnte nicht energiegeladener und ausgelassener sein.

Als nächstes werden Hits aus »Anthrazit« und »Anthrazit RR« rausgeballert: »Sag nix« (selbstverständlich mit passender Tanz-Performance) und »Bye Bye« machen mächtig Laune und bis in die letzten Reihen sind die Hände in der Luft zu sehen. Danach eine erste kurze Verschnaufpause: Der Handyakku zeigt nur noch 13 Prozent. Raf macht schnell noch eine Insta-Story und zeigt den Leuten in Deutschland, was seine Heimatstadt so draufhat.

Das Publikum flippt aus und macht ordentlich Lärm. Es folgt ein delikates Medley aus alten und neuen Songs. Dann die Hitsingle »Primo«. Wien zeigt sich an diesem Abend übrigens von seiner textsicheren Seite: Egal, welcher Song auch angestimmt wird, die Lyrics sitzen. Die Performance schließt mit dem Song »Vienna« mit einem lauten Knall und jede Menge Lichteffekten ab. Spätestens jetzt überlegen sich wohl alle in der Halle nach Fünfhaus zu ziehen, auch wenn der Bezirk Gotham City ist.

»187«-Rufe und Abrissstimmung

Das Publikum kann nicht genug bekommen und fordert laut eine Zugabe. Auf der Bühne bleibt es dunkel, bis die ersten Töne von »Palmen aus Plastik« ertönen. Wilde »187«-Rufe sind aus allen Ecke der Halle zu hören. Dann steht Raf Camora plötzlich mit Kollege Bonez MC auf der Bühne. Für richtige Fans war dieser Moment wohl keine Überraschung mehr, da bereits Stunden vor dem Konzert klar war, dass die ganze Bande zu sechst im Mercedes durch Wien gefahren ist und das aktuelle Album von Raf gratis verteilt hat. Ab diesem Zeitpunkt herrscht nur noch Abrissstimmung. Fast die gesamte Entourage von 187 ist heute am Start. Aus den Boxen tönt laut Trettmann. Gott sei Dank, dass sie alle da sind!

Danke, Raf, für diesen Abend.

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