Europavox Vienna 2017: Wenn „Europa“ keine platte Parole ist

Das Europavox Festival gastiert im Herbst in Wien. Die Lokalmatadore Ogris Debris werden mit Moonlight Breakfast aus Bukarest und Jacques aus Paris das WUK zum Brodeln bringen.

Seit letztem Jahr gibt es auch in Österreich einen Ableger des europäischen Musikfestivals Europavox, das seit 2005 jeden Sommer Bands aus der ganzen EU nach Clermont-Ferrand in Frankreich holt. Darunter sind keine faden, immergleichen Major Acts, sondern musikalische Preziosen aus unterschiedlichsten Genres.

Im Winter erst gastierte Europavox in Brüssel, wo die Wiener Ogris Debris für Begeisterung sorgten. In deren Heimatstadt soll sich das nun wiederholen. Am 3. November wird das Elektronik-Duo gemeinsam mit musikalischen Gästen aus Europa das Wuk zum Brodeln bringen.

Moonlight Breakfast

Aus Bukarest reisen Moonlight Breakfast an. Das rumänische Trio hat es mit seinem Mix aus Soul, Electro, Swing und anderen Stilen schon ins Vorprogramm von Jamiroquai geschafft. Die Band hat bei der Abschlussgala der Olympischen Spiele 2014 ebenso gespielt wie beim Formel-1-Grand-Prix in Sotschi. Das Wuk wird also eine vergleichsweise kleine Bühne sein. Doch Wien ist Moonlight Breakfast nicht unbekannt: Hier sind sie schon auf der Ö1-Bühne beim Donauinselfest und beim Impulstanz Festival aufgetreten.

Jacques

Wer seine Kunst fast religiös zelebriert, muss sich natürlich eine Tonsur rasieren: Jacques rief mit 19 in Paris das Kollektiv Pain Surprises ins Leben, um Partys zu organisieren – und um ein Label zu gründen. 2015 ist auf diesem seine erste EP „Tout est magnifique“ erschienen. Eine alte Uhr mimt auf der Techno-Platte das Metronom, dazu ertönen knarzende Holzböden, knisterndes Feuer, brechendes Glas. Auch in seine Bühnenshows baut Jacques Alltagsgegenstände ein. Wer seinen Mixer und die Zahnbürste immer schon mal von einem Beat begleitet hören wollte, kann sie ja zum Auftritt mitzubringen. Die dabei entstehenden Loops unterlegt Jacques mit Gitarren und Stimme.

Die Auswahl an Künstlerinnen und Künstlern aus allen Ecken der EU zeigt, dass beim Europavox „Europa“ nicht einfach eine platte Parole ist und man sich von seinen Nachbarn nicht abschottet. Gesetzt wird auf Vielfalt und Offenheit für verschiedenste Sounds aus vielerlei Richtungen und Ländern. Neben Brüssel und Wien hat das Festival übrigens auch Satelliten in Athen, Bologna, Vilnius und Zagreb – auch dort könnte man mal vorbeischauen.

The Gap, FM4 und das Ticket Magazin präsentieren das Europavox Vienna 2017. Es findet am 3. November 2017 im Wuk (Währinger Straße 59, 1090 Wien) statt. Nach den drei Main Acts legt ein Überraschungsgast auf. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Vorverkaufskarten sind – zum Beispiel im Wuk-Online-Shop – um 19 Euro erhältlich.

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