Far Cry 4: Noch eine Runde!

»Far Cry 4« bietet wieder einmal die beste Balance aus freier Spielwelt, unendlich viel zu tun und intensiver Action. Und ja, die Spiellandschaft und ihre tierischen Bewohner sind immer noch imposant.

Klar gab es am Vorgänger ein paar Kleinigkeiten, die Leute monierten. Die Hauptfigur zum Beispiel (weiße Oberschicht rettet die Welt), oder die Möglichkeit die Story für Nebenmissionen und andere Kleinigkeiten auch dann zu unterbrechen, wenn eigentlich gerade Eile geboten war. Etwa weil die Freunde entführt worden sind. Tatsächlich aber war »Far Cry 3« (unsere Coverstory damals) die fantastische und absolut zwingende Mischung seiner Vorgänger. Ein intensiver Shooter wie das Original, der viele Möglichkeiten und viel Freiheit bot, wie Teil zwei.

Zwei Jahre sind seit dem vergangen und eine neue Konsolengeneration wurde eingeführt. Daran gemessen macht »Far Cry 4« wenig neu oder anders. Aber noch immer kann man in wenig anderen Spielen sowohl die Freiheit einer großen Spielwelt genießen und bekommt darüber hinaus richtig gut gemachte Action.

Despoten-Kampf

Die Hauptfigur ist diesmal Ajay Ghale. Er reist in sein Geburtsland Kyrat (ein fiktionaler Landstrich irgendwo im Himalaya), um dort die Asche seiner Mutter zu verstreuen – und gerät innerhalb kürzester Zeit in den Kampf der Rebellen gegen den Despoten Pagan Min. Diese Story wird nicht subtil erzählt und bietet nur wenig Überraschungen, aber sie funktioniert. Und ja, sie wird im Spiel besser erzählt als gewohnt. Auch ein paar Entscheidungsmissionen, in denen der Spieler ein bisschen Einfluss auf die Story nehmen kann, stoßen nicht ungut auf. Schon okay.

Spagat im Gameplay

Entscheidend ist aber wieder einmal der Spagat im Gameplay. Die Karte ist riesig und nicht nur die Storymissionen laden ein, sie zu erkunden. Es gibt unzählige Türme und gegnerische Lager freizuschalten, viele Dinge zu sammeln und zu finden, Orte zu erkunden und Tiere zu jagen. Sobald man nah genug an einer Action-Szene ist, wechselt das Spiel – ohne das Gefühl für seine Größe und Freiheit zu verlieren. Einzelnen Aufgaben kann man sich dabei von verschiedenen Seiten nähern, unterschiedliche Waffen und Strategien wählen und die auch während dessen freiwillig oder unfreiwillig ändern. Und dann gibt es noch all die Tiere.

Dass es immer noch etwas zu tun gibt, führt außerdem zu dem gleichermaßen angenehmen, wie schwer zu kontrollierenden »Nur noch eine Runde«-Gefühl. Klar, ein paar gröbere Änderungen und Neuerungen wären bald fein und die Story vom durchgeknallten Obergegner wirkt auch ziemlich gewollt… aktuell ist »Far Cry 4« aber ohne Zweifel wieder einmal eines der besten Spiele.

»Far Cry 4« ist am 18. November für Xbox One (getestet), PS4, PS3, Xbox 360 und PC erschienen.

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