Hitzesommer in der Stadt: Wie sich Wohnungen ändern müssen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie man Wohnungen bei hohen Außen­temperaturen erträglicher machen kann.

© Adobe Stock / Studio Romantic

Städte reagieren auf steigende Temperaturen sehr viel empfindlicher als das Land. Dichte Bebauung, versiegelte Flächen, wenig Grün — all das führt dazu, dass sich Hitze in diesen städtischen Räumen stärker staut als im ländlichen Umfeld. Man spricht hier von städtischen Wärmeinseln.

Und in vielen Städten Europas nehmen seit Jahren heiße Tage im Sommer zu — für die Bewohner*innen heißt das, Wohnungen sind immer häufiger und länger überhitzt. Wie sich Stadt­bewohner*innen, Architekt*innen und Wohnungs­eigentümer*innen auf solche Bedingungen einstellen, ist ein wichtiges Thema unserer Zeit. Eine Reihe von Möglichkeiten gibt es, Wohnungen auch bei hohen Außen­temperaturen erträglicher zu machen.

Warum heizen sich Wohnungen in der Stadt so stark auf?

Dass sich Wohnungen, besonders in Städten, so stark erwärmen, hängt von mehreren Faktoren ab. Asphalt, Beton und dunkle Dachflächen speichern die Sonnen­wärme und geben sie nur langsam wieder ab. Bauten stehen dicht beieinander, die Luft kann nicht zirkulieren. Auch große Fenster­flächen fördern die Erwärmung. Sie lassen sehr viel Sonne herein. Ohne Sonnen­schutz heizt sich der Raum dann stark auf. Besonders betroffen sind häufig Dach­wohnungen, die der prallen Sonne ausgesetzt sind. Laut Statistiken können Räume bei längeren Hitzewellen mehrere Tage lang aufheizen. Oft sinken die Temperaturen selbst über Nacht nur sehr langsam.

Technische Lösungen für das Raumklima

Neben baulichen Maßnahmen gewinnen technische Lösungen an Bedeutung. Immer mehr moderne Systeme zur Raumkühlung werden in Wohnungen eingesetzt, um die Temperatur zu regulieren. Eine Möglichkeit sind Klimageräte für Zuhause, wie sie in der Gastronomie schon lange eingesetzt werden. Sie nehmen der Raumluft Wärme und kühlen damit den Raum. Viele Geräte arbeiten mit energie­sparender Technik und bieten zusätzliche Funktionen wie Filterung der Luft oder Entfeuchtung an. Der Einsatz eines entsprechenden Systems richtet sich nach der Größe des Raumes, dem Bau des Hauses und der benötigten Kühlleistung.

Primitive Mittel gegen die Hitze in Räumen

Die meisten Bewohner*innen behelfen sich zunächst mit primitiven Mitteln. Rollläden oder Außen­jalousien schützen vor dem Eindringen der Sonnen­strahlen in den Raum. Auch Vorhänge oder Hitze­schutz­folien für Fenster sind hier hilfreich, weil sie einen Teil der Strahlung reflektieren. Richtiges Lüften hilft ebenfalls. Zu bestimmten Zeiten, früh morgens oder spät abends, sind die Außen­temperaturen gewöhnlich niedriger. Dann kann frische Luft in die Wohnung strömen. Tagsüber werden Fenster meist geschlossen gehalten, um die warme Luft draußen zu halten. Pflanzen auf Balkonen und in Innenhöfen können zur Kühlung beitragen und das Mikroklima verbessern, indem sie die Fassaden von Strahlungs­wärme der Sonne abschirmen.

Langfristige Lösungen durch Architektur und Stadtplanung

Langfristig ist auch das Gebäude selbst eine Lösung. Immer mehr moderne Architektur richtet sich nach klimatischen Bedingungen. Begrünte Dächer, helle Fassaden oder spezielle Bau­materialien können helfen, die Hitze zu reduzieren. Stadt­planer*innen setzen zunehmend auf mehr Grün in der Stadt und auf schatten­spendende Bäume. Beides verbessert das Mikroklima der Stadt und wirkt der starken Erwärmung der versiegelten Flächen entgegen. Neue Baukörper versuchen, die natürlichen Luftströme besser zu leiten, durchdachte Gebäude­orientierung und natürliche Belüftungs­systeme helfen, die Innen­räume kühl zu halten.

Anpassung an das neue Stadtklima

Die steigenden Temperaturen in den Städten stellen Bewohner*innen vor neue Heraus­forderungen. Gleichzeitig entwickeln sich neue Ansätze, um die Wohnräume besser auf die Bedingungen anzupassen. Die Kombination aus neuen und alten baulichen Maßnahmen, technischem Fortschritt und angepasster Stadt­planung kann dazu beitragen, das Raumklima in Zukunft erheblich zu verbessern. Für viele Stadt­bewohner*innen wird die Frage nach der angenehm temperierten Innen­raum­luft also zu einem nicht zu übersehenden Bestandteil der modernen Wohnkonzepte.

Verantwortlich für den Inhalt: Pixelrein GmbH & Co. KG, Bonn, DE

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