Je Suis Koarl

Die Feder ist stärker als ein paar mit Maschinenpistolen bewaffnete Idioten und Mörder. Auch in Österreich legen sich sehr viele Zeichner mit Religion und Fundamentalismus an.

Je suis Charlie. Die Parole zu dem Attentat auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" steht für eine klare Botschaft, nämlich Solidarität. In Frankreich und vielen Ländern Europas, im Netz und den Medien treten Menschen für Verbundenheit zu den Opfern und Angehörigen, der Pressefreiheit und Satire ein. Auch in Österreich gingen am Abend des Anschlags Personen auf die Straßen Wiens, um ihr Mitgefühl zu bekunden.

The Gap steht für unabhängiges Publizieren und freies Denken, und das soll auch weiterhin so bleiben. Um unsere Solidarität zum Ausdruck zu bringen, haben wir uns entschlossen, auf einen Kommentar zu verzichten. In deiner Filterblase findest du sicher reichlich schlaue und gut überlegte Exemplare (von Titanic über Dietmar Wischmeyer, Die Tagespresse bis Gudrun Harrer uvm.). Sammlungen der großartigsten Reaktionen von Cartoonisten selbst gibt es im Netz ebenfalls reichlich, etwa hier. Und dass der neue Banksy gar kein Banksy ist, sondern von Lucille Clerc, steht eigentlich bei seinem Instagram-Post dabei.

Wir haben uns dafür entschieden, jene Leute zu zeigen, die in diesem Land Karikaturen zeichnen (leider sind wie in so vielen Berufsständen sehr wenige Frauen darunter) und sich nicht nur durch den alltäglichen Dreck wühlen, sondern sich eben auch auf provokante Art für eine offene Gesellschaft einsetzen und für das Recht, dass freie Meinungsäußerung heißt, wirklich niemand vor Satire auszunehmen.

Reine Satiremagazine sind in Österreich nach der Fackel (Herausgeber Karl Kraus) selten geworden. Aktuelle Beispiele wären etwa Die Tagespresse, Moff, das Bananenblatt oder das Hydra Magazin.

Newsletter abonnieren

Abonniere unseren Newsletter und erhalte alle zwei Wochen eine Zusammenfassung der neuesten Artikel, Ankündigungen, Gewinnspiele und vieles mehr ...