Go Away White

Zum Abgesang erklären die Goth – Rocker ihr letztes zwiespältiges Album. Es scheint, dass den bleichen Vampiren des Düster – Pop das eigene Image nach 25 Jahren zum Hals heraushängt. Zumal jeder nur Bela Lugosi, Artaud und theatralisches Gehabe mit ihnen in Verbindung bringt. Dabei suchten die Ex – Kunststudenten einst das Junktim der Musik […]

Zum Abgesang erklären die Goth – Rocker ihr letztes zwiespältiges Album. Es scheint, dass den bleichen Vampiren des Düster – Pop das eigene Image nach 25 Jahren zum Hals heraushängt. Zumal jeder nur Bela Lugosi, Artaud und theatralisches Gehabe mit ihnen in Verbindung bringt. Dabei suchten die Ex – Kunststudenten einst das Junktim der Musik mit anderen Kunstformen und ebneten damit Bands wie Fischerspooner den Weg.

Das Verdienst der Post- Punk- Pioniere ist, dass sie Glam – Rock und den frühen Bowie bis auf seine kühl schillernde Essenz abzunagen wussten und so einfach schöne Pop-Songs schufen, die sie mit Lärm und Glam aufluden.Doch auch am radikalsten Sound nagt der Zahn der Zeit. Das wissen Peter Murphy und seine Mannen natürlich. Nach dem vielen Schwarz flieht man daher nun ins Weiß, ins läuternde Licht.

„Go Away White“ entstand in nur 18 Tagen. Alles live eingespielt, landete der erstbeste Take auf dem Album – was man auch hört. Und diese Nonchalance wird heftig moniert. Ob es sich dabei nun aber eher um Kalkül oder um Verweigerung handelt? Egal. Bauhaus sägen in alter Eighties-Manier schlicht am eigenen Mythos. Was soll’s, man ist ja schon Legende und hat Fans wie Trent Reznor. Bela Lugosi hingegen ist mausetot.

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