Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1

Das Action-Spielprinzip hat Potenzial. Die zahlreichen Bugs und Designfehler verhindern jedoch, dass Spielspaß Ansatz aufkommt.

Für Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger ist die Schule vorbei: Ebenso wie im Buch und im Film lassen die drei Freunde die sicheren Mauern von Hogwarts hinter sich und reisen auf der Suche nach den Horkruxen Voldemorts durch England. Wem dieser Satz nun spanisch vorgekommen ist, der sei gewarnt – wer nicht zumindest ein bisschen über die Zauber-Saga Bescheid weiß, bekommt von der Hintergrundgeschichte kaum etwas mit. Leider ist das aber nicht die einzige Schwachstelle des neuesten Potter-Abenteuers. Man steuert Harry durch grafisch recht ansprechende Rätsel und quält sich mit dem gar nicht so ansprechenden Action-Gameplay herum: Mit einer Palette an verschiedenen Zaubersprüchen bewaffnet geht ihr gegen Unmengen von Todessern und anderes übles Gesocks vor, sucht ab und an hinter Felsen und Mauern Deckung und löst Rätsel, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient haben. Was an und für sich unspektakulär, aber zumindest durch die Lizenz einigermaßen unterhaltsam wäre, wird durch die zahlreichen Bugs und Designfehler zunichte gemacht. Mal treffen euch etwa Gegner, obwohl ihr eigentlich in Deckung steht, mal ist die Aufgabenstellung so konfus formuliert, dass ihr minutenlang ohne Plan durch die Gegend irrt. Die Xbox 360-Version hat zusätzlich zum Hauptspiel noch eine Handvoll Kinect-basierte Missionen zu bieten, in denen ihr mit diversen Handgesten Zaubersprüche wirken dürft – ein besseres Spiel wird »Heiligtümer des Todes« deswegen nicht.

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