Roman Fischer

Düsterer Elektro-Pop, der zum Kommerz-Disko-Großereignis aufgepumpt wird – weniger wäre mehr gewesen.

Roman Fischer benennt sein drittes Album nach sich selbst und macht sich die eigene Eitelkeit zum künstlerischen Leitmotiv. Bestimmt von dem Wunsch nach diskotauglicher Gefälligkeit wird ein Gerüst aus Düsternis, Dark Wave und Synthie-Pop zum Kommerzhit aufgeblasen. Roman Fischer wirkt wie ein völlig geglätteter Patrick Wolf, nur klingt die musikalische Melancholie hier derart steril, dass traurig sein nicht mehr in Frage kommt. Es hallt, es hüpft die Hi-Hat der Sound wird dichter und mit Effekten überladen. Gitarre, Piano, Synthies und Drums ergeben ein Album, das vielleicht niemand kaufen möchte, zu dem aber in Kürze jeder ausgiebig getanzt haben wird – auch wenn man es hinterher sofort wieder vergessen hat.

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