Schlawiner

Sehr witzige und spontane Unterhaltung mit einem großen Ensemble. Leidenschaft und Direktheit ersetzen nur zu gut anderswo hochpolierte Gags.

»Schlawiner« ist nicht nur leicht chaotisch, sondern letztendlich auch vergleichsweise wenig auf Hochglanz poliert. Die Pointen sind nicht herausgearbeitet und vieles bleibt unscharf. Und doch ist die Serie ein Unterhaltungshöhepunkt, der ungemein witzig und mitunter lebensnah zum Lachen bringt. Die Szenen wirken spontan und direkt, zum Teil liegt das wohl auch daran, dass Harather den Schauspielern vor einer Szene immer nur ihren Text gab und sie nicht wussten, was ihr Gegenüber sagen wird. Erstaunlich halblustig bleibt in dem gut 15 Personen großen Ensemble Gerald Votava als stocksteifer Walter. Große Momente haben die Paare Michael Ostrowski und Angelika Niedetzky als Paar zwischen Liebe und Dauer-Streit und Alexander Jagsch und Suse Lichtenberger als deutsch-österreichisches Paar mit zwei Kindern. Quasi ein Spin-Off bekam Gregor Seeberg bereits mit seinem Charakter Engelbert, der nicht nur zur liebevollen Rücksichtslosigkeit neigt, sondern auch regelmäßig aus der Luft gegriffene, dafür aber umso längere Erklärungen für allerlei angebliche Phänomene findet. Christian Dolezal und andere ergänzen die bunte Truppe. Sehr, sehr kurzweilige Unterhaltung!

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