Street Art. Eine Subkultur zwischen Kunst und Kommerz.

Das Medium Straße. Die Kulturwissenschaftlerin Julia Reinecke versucht erstmals, Street Art wissenschaftlich zu erfassen.

Nach vierjähriger Recherche will sie die Frage beantworten, inwieweit sich Street Art zwischen Straße, Kunst und Kommerz befindet. Im ersten Teil des Buches spannt sie einen historischen Bogen von der Graffiti-Bewegung der 70er Jahre – den Wurzeln von Street Art – bis heute, wo Straßenkunst mitunter zu Marketing-Zwecken eingesetzt wird. Sie setzt sich mit dem Begriffsdschungel »Urban Art«, »Post-Graffiti«) auseinander und zeigt die Multidimensionalität von Street Art: Aufkleber, Poster und Cut-Outs. Wichtige Künstler wie D*Face, Invader und Shepard Fairey (»Obey«) kommen zu Wort oder werden anhand ihrer Werke beschrieben. Das Buch beleuchtet außerdem gesellschaftliche, politische und kommunikative Aspekte von Street Art. Im zweiten, eher wissenschaftlichen Teil des Buches erklärt sie Street Art anhand Pierre Bourdieus Feldtheorie. Das Buch beschreibt immer wieder das Spannungsfeld zwischen Straßenkunst und kommerzieller Vermarktung, wenn Künstler wie Solo One für Bekleidungsfirmen arbeiten und damit Geld verdienen. Das Buch gibt einen schönen Überblick über die noch junge Street Art-Szene, bleibt aber eher ein deskriptives Nachschlagewerk.

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