Die Wiener-Portraits-Macherin Mariam Al-Ayash im Gespräch

Mariam Al-Ayash zeigt in liebevoll produzierten Kurzvideos seit 2015 Wiens kreative und inspirierende Szene. Mit „Can’t stop the feeling – a worldwide dance video for love“ hat sie jetzt auch ein internationales Projekt realisiert. Wir haben mit der Frau hinter den Portraits gesprochen.

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Was verbindet all diese porträtierten Menschen, was ist der kleinste gemeinsame Nenner?

Ihr Zuhause – Wien, Bescheidenheit und ein positiver Spirit. Sie wissen oft gar nicht, wie viel sie für die Stadt tun und was für eine positive Wirkung sie auf ihre Mitmenschen haben.

© Stefan Joham

Wie würdest du, abseits von dem klassischen Klischee, einen Wiener beschreiben – fühlst du dich selbst als echte Wienerin?  

Für mich sind Wiener rebellisch. Egal, ob wir etwas Neues durchsetzen wollen, oder krampfhaft am Alten festhalten. Wir rebellieren gern. Das ist uns von Klimt, Freud und Co übrig geblieben.

Und aufgrund unserer Geschichte wird man fast schon königlich empfangen, wenn man sagt, dass man aus Wien kommt. Wir sind die Stadt mit der besten Lebensqualität. Wir sind die Gründer der Kaffeehauskultur, und waren das Wohnzimmer der modernen Welt, mit all ihrer Kunst und Kultur. Wir sind die, die es besser machen. Wiener sind immer die „Menschen von Welt“. Und so fühle ich mich, wenn ich sage, dass ich Wienerin bin.

© Stefan Joham

Wurdest du durch deinen persönlichen Background schon einmal mit Rassismus konfrontiert und wenn ja, hat dich das dazu inspiriert dieses Projekt für Zusammenhalt zu realisieren?

Als Kind habe ich es hier und da zu spüren bekommen, aber nie in einer Form, die mich stark beeinträchtigt hat. Ich bekomme es eher in Alltagssituationen mit. Die Portraits und Tanzvideos sind ein Weg, den Problemen entgegenzuwirken.

Zu Beginn hast du Menschen aus deinem Umfeld portraitiert, nun werden diese meist von anderen nominiert. Musstest du schon jemanden ablehnen und wenn ja, warum?

Ich lehne prinzipiell alle ab, die sich selbst nominieren. Außer es geht um die gute Sache, die sie dadurch vorstellen wollen. Ansonsten wähle ich weiterhin selbst Menschen aus und freu mich über Nominierungen, die von Herzen kommen.

Würdest du gerne einmal einen Politiker portraitieren – wenn ja welchen?

Sadiq Khan, Heinz Fischer, Fadumo Dayib, Ilhan Omar, Kamala Harris, José Mujica…. da gibt’s einige!

Dein Thema für dein neues Video war Frieden. Es zeigt Menschen die zu „Cant´t Stop The Feeling“ von Justin Timberlake tanzen – warum hast du genau dieses Lied verwendet und wie kam das Projekt zustande?

Justin Timberlake war für immer schon immer der beste Typ im Showbusiness. Und ich wusste immer, wenn ich das internationale Tanzvideo mache, dann zu einem Song von ihm. Im Mai hat er den Song released und passt wie die Faust aufs Auge. Es ist ein Lied zu dem man auf der ganzen Welt tanzen kann und neutral gehalten. Kinder freuen sich auch und die liebe Message des Films „Trolls“ wird dadurch auch transportiert.

 

© Stefan Joham

Unter Kontakt bei deiner Website ist mir „Hotline Bling“ von Drake aufgefallen. Bist du ein Fan oder ist das eine unterschwellige Botschaft – you used to call me on my cellphone?

Ich liebe Drake und ja, ihr habt die unterschwellige Botschaft erkannt 😉

 

Die Wiener Portraits könnt ihr euch hier anschauen. 

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