Flüchtige Kunst

Über Musik schreiben ist seltsam genug, einen Livemitschnitt sehen auch. Am seltsamsten ist es aber wohl, wenn man nur Fotos davon sieht. Fünf Fotografen treten den Gegenbeweis an.

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Wenn man es sich nüchtern überlegt, sind Konzertfotos ja einigermaßen absurd. Da sehen sich Leute etwas an, dass sie oft eine Woche später vergessen haben. Töne sind flüchtig. Die Erinnerung daran sowieso, wobei? Ein Video könnte helfen, tut es auch oft genug. Aber wenn man solche Situationen dann noch fotografiert, geht eine ganz wesentliche Qualität verloren. Richtig, die Musik. Zu allem Überdruss machen Bands meistens seltsame Posen, ziemlich oft dieselben, sie schwitzen, sind aufgequollen und das Licht ist schlecht. Aber gut, Menschen machen auch Bilder von ihrem Essen. Und zum Glück muss man es sich selten nüchtern überlegen. Vor allem dann, wenn man die Fotos dieser fünf Fotografen sieht.

Sie fangen die Aura eines Konzerts ein, Lichtstimmungen, Bandchemie, all diese schwer fassbaren Dinge, die über die bloße Musik hinausgehen. Dass drei der ausstellenden Fotografen auch für The Gap regelmäßig Stimmungen festhalten, macht die Ausstellung sowieso zum Pflichtprogramm.

In ein Konzert ohne Musik gehen? Hier werden Sie geholfen. Und ganz ohne kommen Sie ja eh nicht davon.

Klangbild

Im Rahmen von Eyes On – Monat der Fotografie

Mit Fotos von Mona Hermann, Matthias Hombauer, Christoph Liebentritt, Nikolaus Ostermann, Christoph Stiller

Vernissage: 1. November, Ausstellung bis 7. November

Wien, Ragnarhof

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