Game-Blog #22: Halo: Reach Beta

Erst im Herbst geht es mit »Halo: Reach« zurück ins Universum rund um den Master Chief, die SPARTANS, die Allianz und Co. Xbox lud ein, um im Rahmen einer frühen Multiplayer-Beta schon jetzt erste Eindrücke sammeln zu können.

Acht Spielstationen hat Microsoft in dem abgedunkelten Raum zur Verfügung gestellt. Lichtsäulen in den Ecken tauchen das Zimmer in stilechtes Xbox-Grün, sporadisch verteilt liegen Master Chief-Helme auf den Tischen. Bevor Hand an den Multiplayer von Bungies neuestem Werk, »Halo: Reach« gelegt werden darf, klärt ein Trailer über die Neuerungen auf: Neue Waffen, eine neue Nahkampfattacke, neue Spielmodi, und – eh klar – neue Spielumgebungen. Gezeigt wird nur das, was auch in der Beta zu sehen ist, also vier Multiplayermaps und eine Handvoll Modi; aber es schaut schon mal sehr vielversprechend aus.

Wenige Minuten später bestätigt sich der gute Eindruck beim ersten Anspielen. Die Grafik wirkt noch einmal ein Stück besser als bei »Halo 3: ODST«, die Maps sind gelungen und die Steuerung ist geschmeidig wie eh und je. Geschlagen wird neuerdings nicht mehr mit dem B-Knopf, sondern mit RB, schleicht man sich von hinten an einen Gegner an, wird damit auch der neue Stealth-Kill ausgelöst. Das funktioniert gut und macht die ohnehin sehr schnellen Kämpfe noch abwechslungsreicher. Auch sonst gibt es kleine Steuerungsänderungen, aber generell bleibt alles beim Alten.

Drei Karten sind in dieser frühen Beta freigeschaltet: Powerhouse, eine mittelgroße Outdoor-Map mit einem zentralen, kreisförmigen Gebäude in der Mitte, Sword Base, ein verschachteltes Indoor-Level mit vielen verschiedenen Ebenen und Boneyard, eine riesige Map, ideal für Sniper. Eine vierte Karte, Overlook, wird erst in der öffentlichen Beta ab 03. Mai zu spielen sein. Zwar werden auf den Karten hauptsächlich alte Modi wie Capture the Flag oder Oddball gespielt, aber auch eine neue Variante wird vorgestellt: Diese nennt sich Invasion und funktioniert so, dass das eine Team eine Basis verteidigt und das andere Team dorthin vordringen muss. Nicht allzu originell, aber gut umgesetzt.

Auch außerhalb des eigentlichen Spiels gibt es Neuerungen: Das Veto beim Auswählen der Map wurde abgeschafft, das Levelsystem überarbeitet. Auch soll es jetzt weniger umständlich sein, ein Spiel mit Freunden zu gestalten und durch verbesserte Einstellungsmöglichkeiten wie etwa der gezielten Suche nach gleichsprachigen Spielpartnern soll man immer genau das Spiel geliefert bekommen, das man möchte. Erweiterte Farbanpassungen der SPARTAN-Rüstung und ähnliche Gimmicks dürfen natürlich nicht fehlen.

Um schon jetzt ein Urteil über »Halo: Reach« abgeben zu können, ist es zu früh. Allzu viel Mut zur Innovation zeigt Bungie bisher nicht: Die Verbesserungen stecken im Detail, wie es auch schon bei »Halo 3: ODST« und davor bei »Halo 3« der Fall gewesen ist. Aber daran ist auch nichts auszusetzen: Das Grundkonzept von »Halo« funktioniert schon seit dem ersten Teil hervorragend, warum also zwingend etwas daran ändern, nur um der Veränderung Willen? »Halo: Reach« wird seine Fans mit großer Wahrscheinlichkeit ebenso begeistern wie die Vorgänger, und wenn auch der Singleplayer überzeugen kann, steht ein actionreicher Herbst ins Haus.

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