Magdalenas Musikjahr 2016

Wie jedes Jahr bitten wir unsere MusikredakteurInnen zurückzuschauen. Dieses Mal gaben wir ihnen einige Kategorien zur Wahl, aus denen sie sich 5-8 aussuchen konnten. Lest hier, was Magdalena gewählt hat.

1. Bestes Aufeinandertreffen von Menschen

Bonobo feat. Rhye – Break Apart
Bonobo in Kombination mit Mike Milosh – kaum ein anderer Soundteppich wirkt derzeit beruhigender.

2. So underrated

Young Fathers

Ihre Musik treibt dich aus der Komfortzone. Sie ist ziemlich roh, teilweise befremdlich, immer kraftvoll. Lässt man sich darauf ein, erkennt man auch die schönen Melodien. Alleine schon wegen der schonungslose Sozialkritik in ihren Texten sollte man Young Fathers mehr Gehör verschaffen. Massive Attack nahm das Trio heuer übrigens mit auf ihre Tour.

3. Ewig gewartet auf

… ein Lebenszeichen von Portugal The Man. Und das kam Anfang Dezember in Form einer ironischen Zustandsbeschreibung der Welt.

… auf mehr gute Musik von Chet Faker – leider vergebens. Letztes Jahr machte er poppigen Funk mit Marcus Marr. Das war bereits verwirrend. 2016 veröffentlichte er einige Songs unter neuem Namen, wie beispielsweise den hier. Dislike.

4. Das wird noch groß

Bibi Bourelly

Songs wie „Bitch Better Have My Money“ von Rihanna stammen aus der Feder der 22-jährigen Deutschen. Heuer brachte sie eine eigene EP raus.

5. Nicht gut, aber wichtig

Against Me! – Shape Shift With Me

Ich liebe die älteren Werke von Against Me! Mit dem vor kurzem erschienenen Album „Shape Shift With Me“ komme ich zwar nicht klar – musikalisch langweilig, sorry – finde es aber trotzdem wichtig. Denn Transgendersängerin Laura Jane Grace zieht vier Jahre nach ihrem Coming-Out eine Zwischenbilanz und macht eine weitere klare Ansage gegen Intoleranz, Vorurteile und Sexismus.

6. Neuentdeckungen

Lola Marsh

Danke liebes Waves-Festival-Team, dass ihr mir immer wieder neues Schönes zeigt. Heuer war es das israelische Duo Lola Marsh.

Tycho

Ein Freund erzählte mir voller Freude vom Erscheinen des neuen Albums „Epoch“. Ich musste erst einmal googeln. Seither habe ich endlich Musik, die ich auch zum Arbeiten hören kann.

7. Songs aus 2016, die mir spontan einfallen

Bon Iver – 33 God

M.I.A – Borders

Solange – Cranes In The Sky

Daughter – No Care

Mykki Blanco feat. Woodkid – High School Never Ends

Gregory Porter – Don’t Lose Your Steam

The Kills – Heart Of A Dog

8. Traurigster Moment

Ich könnte jetzt den Tod von David Bowie, Prince, Leonhard Cohen und nicht zu vergessen den von Sharon Jones betrauern. Aber das versteht sich irgendwie fast schon von selbst. Daher erwähne ich hier lieber den Film „One more time with feeling“, der Nick Caves Arbeit an seinem neuen Album dokumentiert. Mitten in den Aufnahmen verunglückte sein Sohn tödlich. Vor allem Zeilen wie “Nothing really matters when the one you love is gone” aus „I Need You“ ließen mich ziemlich stark blinzeln. Traurig machte mich auch die Nachricht, dass Charles Bradley an Krebs erkrankt ist und deswegen alle Konzerte absagen muss. Seit Jahren schon hoffe ich darauf, ihn endlich live erleben zu können. Stay strong, buddy! 

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