„Nachwuchsregisseur“ Josef Hader über seine „Wilde Maus“

Ab morgen Kino: „Wilde Maus“, der neue Film von und mit Josef Hader! Der altbekannte und viel beschäftigte Autor und Schauspieler ist jetzt vielleicht nicht das, was wir normalerweise unter einem Nachwuchstalent verstehen würden, aber „Wilde Maus“, der im Wettbewerb der Berlinale läuft, ist Haders erster Spielfilm als Filmregisseur. Grund genug, dem Debütanten für unsere Cinema-Next-Interviewreihe sechs Fragen zu stellen.

© „Starporträt“ von Josef Hader für die Berlinale © Gerhard Kassner / Berlinale
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Herr Hader, warum sollte man sich „Wilde Maus“ anschauen? Außer Ihretwegen natürlich …

Wegen der guten Kamera! Aber die Schauspieler sind auch nicht schlecht.

Sie sind ja schon sehr lange als Autor und Schauspieler im Film-Business dabei. Was war das für ein Moment, als Sie sich dachten: Jetzt ist’s Zeit für mein Regiedebüt!

Ich hatte einen ganzen Sommer plötzlich frei, weil ein anderes Projekt von der Filmförderung abgelehnt wurde. Da hab ich mir ganz trotzig gedacht: Jetzt schreibst ein Buch, und du schreibst daran so lang, bis sie es nicht ablehnen können.

Schnappschuss von der Weltpremiere von „Wilde Maus“ am Samstag, den 11. Februar 2017, im Berlinale-Palast © Filmladen

Bei „Wilde Maus“ sind Sie Autor, Schauspieler und Regisseur in einem: Was ging Ihnen beim Filmprozess leicht von der Hand und wo sind Sie an Ihre Grenzen gestoßen?

Das Team hat mir sehr geholfen, das war ausschlaggebend. Ich hab genau die richtigen Kameraleute erwischt und auch die richtigen Schauspieler für die Geschichte. An meine Grenzen bin ich insofern gestoßen, als dass man beim ersten Mal noch keine Erfahrungen hat, wie extrem man eine Szene beim Drehen weiterentwickeln kann, da würde ich mich beim nächsten Mal als Regisseur trauen, weiter zu gehen.

„Wilde Maus“ ist Ihr Debütfilm und wurde vom Filminstitut als „Nachwuchsfilm“ gefördert. Welchen Bezug haben Sie zum jungen österreichischen Kino und wie sehen Sie seine Zukunft? 

Ich finde, dass wir eine starke und interessante Filmszene haben, wo immer wieder neue interessante junge Leute dazukommen. Das hat man soeben beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken sehr deutlich gesehen.

Vermutlich jede/r junge Filmemacher/in würde gerne bei Josef Haders Regiedebüt mitarbeiten. Warum haben sie die Kameraarbeit dem jungen Duo Xiaosu Han und Andreas Thalhammer überlassen?

Weil ich gesehen habe, dass jeder ihrer Filme anders ausschaut und sie mit jedem Regisseur und jeder Regisseurin eine eigene Bildsprache entwickeln.

Es gibt ja auch Träume abseits des Kinos (und der Bühne). Ganz ehrlich: Jemals beruflich an einen Plan B gedacht?

Ich bin eh Kabarettist! Das wär dann ja ein Plan C, da weiß ich echt keinen!

 

Eine Reihe in Kooperation mit Cinema Next – Junges Kino aus Österreich. Ein Porträt über das Kameraduo Xiaosu Han und Andreas Thalhammer findet ihr hier.

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