9to5 – Days in Porn

Wenige Monate nach „Porno Unplugged“, der in jeder Hinsicht misslungenen Dokumentation über Porno von Fabian Burstein, erscheint „9to5 – Days in Porn“ vom deutschen Extremsport-Dokumentarfilmer Jens Hoffmann.

Dieser begab sich gleich nach San Fernando Valley und begleitete dort im Porno-Geschäft tätige Menschen: Regisseure, Agenten, Darsteller und Darstellerinnen. Er zeigt sie bei der Arbeit, lässt sie zu Wort kommen, von ihren Motivationen erzählen, von ihren Erfolgen berichten und verschont uns auch nicht mit ihren unglücklichen Momenten. Anders als Burstein gelingt es ihm dabei tatsächlich, nicht zu werten, die Banalität der Industrie aufzuzeigen und die diversen Akteure als wirkliche Menschen zu zeigen. Zu Wort kommt auch die ehemalige Darstellerin Dr. Sharon Mitchell, die nun AIM (Adult Industry Medical Health Care Foundation) entwickelt hat, ein System, um das Risiko von Geschlechtskrankheiten im Business unter Kontrolle zu bringen. Tatsächlich Überraschendes erfährt man auch in „9to5“ nicht, und die Erkenntnis, dass Porno streckenweise ein armseliges Geschäft ist, hat nichts mit fehlendem Respekt gegenüber den Agierenden zu tun. Wenigstens das kann Hoffmann im Gegensatz zu Burstein vermitteln.

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