Dormarion

Druckvoller Rumpel-Rock, der aus einem Referenz-Pool Lo-Fi- bis Shoegaze-Musiken fischt und damit den Grunge-Sound der ersten beiden Alben würzt.

Wir sind hier in Seattle. Und das merkt man. Michael Benjamin Lerner aka der Mann hinter Telekinesis macht lärmenden, druckvollen Indie-Pop auf Stromgitarren-Basis, der deutlich Anleihen beim 90er Jahre-Grunge seiner Heimat nimmt. Das dritte Album „Dormarion“ hat Drive, macht gute Laune und was das Beste ist: Es nervt dabei nicht. Auch wenn ein paar Zuckerstreusel drauf sind: Mit der Washed Out-Referenz „Ghosts and Creatures“ gelingt Lerner ein erstes Vorpirschen in Shoegaze-Gefielde mit einladender Keyboard-Fauna. Die Referenzen zu Bands aus Lo-Fi- bis Chillwave-Szene sind allgegenwärtig. Dabei ist das Album charmant unterproduziert, die E-Gitarren werden bisweilen zur Seite geräumt und Lerner sattelt auf Akustik um („Power Lines“, „Symphony“). Wie kein anderer versteht er das Spiel zwischen Laut und Leise. Da hat er den meisten seiner Stadt-Kollegen etwas voraus.

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