Merida

Disney verschenkt eine der stärksten weiblichen Animationsfiguren und schafft es bei aller gewohnt hochwertigen Technik nicht, die Emanzipations-Geschichte in einen Trickfilm zu verpacken.

»Merida«, Pixars jüngster Disney-Animationsfilm, erzählt eine vergleichsweise ungewöhnliche Geschichte, die sehr junge Zuseher vielleicht einfach uninteressant finden: »Merida« ist eine Prinzessin im Mittelalter, die sich wenig für jenes Prinzessinnen-Leben begeistern kann, das ihre Mutter ihr anerziehen will. Zum großen Streit kommt es, als sie verheiratet werden soll, woraufhin sie ausbricht und bei einer Hexe einen riskanten Zauber erwirbt. Die Konflikte dieser Coming-Of-Age-Geschichte sind eher innere, und ihre Übersetzung in ein gewohnt buntes Film-Abenteuer gelingt nur zum Teil. So hat der Film zwar eine außergewöhnlich starke weibliche Hauptfigur, wird mit der Zeit aber doch ein bisschen öd. Inhalt und Form finden schlicht nicht ganz zusammen und »Merida« ist für Junge zu uninteressant und für Ältere unpassend schlicht erzählt.

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