Multistability

Sonisch und konzeptuell aufregend ist dieses Heavy Listening am Ohr zu gleichförmig an wenigen Patterns entlang eingefädelt.

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Mark Fell beschäftigt sich gern mit Allerweltsthemen wie Mathematik, Psychoakustik, Nahtod-Erfahrungen, Ästhetik, Drogendings und der Zeit im Allgemeinen. Sein Debüt klingt deshalb von weitem betrachtet erst einmal vertrackt und flirrt auf einem einzigen Grundsound dahin, der ungefähr wie die Kreuzung eines CD-Glitches mit einem extrem hart komprimierten Synthchord klingt. Nur ganz selten bricht das Grundkonzept – auf diese Art temporale Vexierbilder schaffen – auf; wie etwa bei einem inszenierten Soundfehler sechs Sekunden vor Ende von „Multistability 2-AA“ oder dem wabernden, halbtiefen Synth auf „Multistability 1-B“, den entfernt schimmernden digitalen Flöten von „Multistability 6-B“ oder auf Track Acht, wo Grime und Dubstep dem Konzept des Albums mit hyperaktiven Synkopen die Ehre erweisen. Ansonst spulen sich die psychoaktiven Laptop-Konfigurationen zu sehr nach Muster ab. Was selbst bei den besten Grundvoraussetzungen zum Problem werden würde. Auf „Multistability“ wird es das schon früher.

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